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Redaktion 06.03.2009
Willkür des Schulministeriums Riegel vorgeschoben
Essen, 06.03.2009 "Beharrlichkeit der Eltern und der Stadt Bonn haben sich gelohnt", erklärt Andreas Meyer-Lauber, der Landesvorsitzende der GEW Nordrhein-Westfalen. " Mit dem Urteil", so Andreas Meyer-Lauber weiter, " hat das Verwaltungsgericht Köln zu Recht der Willkür des Schulministeriums gegen Gesamtschulneugründungen einen Riegel vorgeschoben".

Dass das Schulministerium keine Beschwerde gegen das Urteil einlegen will, zeigt, auf welch dünnem Eis sich die Landesregierung bewegt und Gesamtschulneugründungen gegen den erklärten Elternwillen bisher ablehnte.

Nun kündigt das Schulministerium die Entwicklung einheitlicher Kriterien für die Errichtung von Gesamtschulen an. Im Interesse klarer Entscheidungsprozesse will das Ministerium landeseinheitliche Vorgaben für die Leistungsheterogenität in den Gesamtschulen festschreiben. Die Rede ist von einem Anteil von 40 Prozent "Gymnasial-Kinder (30 % Realschule und 40 % Hauptschule). GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber prognostiziert: "Die Durchsetzung 'landeseinheitlicher Vorgaben' wird ein Spießrutenlauf."

Pressekontakt zu dieser Meldung
Berthold Paschert
Ansprechpartner für die Medien - Koordination der Pressearbeit
Tel: 0201/29403-12
Fax: 0201/29403-34
E-Mail: Berthold.Paschert@gew-nrw.de
Redaktion 27.02.2009
Zur Pressekonferenz der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule
Dortmund, 27.02.2009 "Die hohe Zahl der Ablehnungen, die die Gesamtschulen auch zum kommenden Schuljahr mangels Kapazitäten wieder aussprechen mussten, dokumentiert eindrucksvoll den Wunsch der Eltern nach Schulformen, die einerseits längeres gemeinsames Lernen und andererseits den höchstmöglichen Schulabschluss anbieten", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann die von der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule vorgelegten aktuellen Anmeldezahlen an den Gesamtschulen. "Die Landesregierung ist aufgefordert, das umzusetzen, was sie immer predigt, nämlich den Elternwillen ernst zu nehmen. Das bedeutet in diesem Fall eine Anpassung des Angebots an Gesamtschulplätzen an die steigende Nachfrage."

Die Eltern haben auch in diesem Jahr mit ihrem Schulwahlverhalten wieder deutlich gemacht, dass wesentlich mehr Gesamtschulplätze gebraucht werden, als in NRW zur Verfügung stehen. Diese Entwicklung ist letztlich auch eine Konsequenz aus dem verkürzten Gymnasialbildungsgang, dem so genannten G8.

"Bisher ist leider nicht erkennbar, dass die Landesregierung dem durch den Elternwillen dokumentierten Bedarf Rechnung tragen will", so Beckmann. "Sie versucht im Gegenteil, die Neugründung von Gesamtschulen durch entsprechende Auflagen zu verhindern."

Eine Auflage ist beispielsweise, dass neu zu gründenden Gesamtschulen grundsätzlich der Ganztag verweigert wird. Den Kindern wird damit also etwas vorenthalten, was die Landesregierung in Bezug auf andere Schulformen immer als wichtige pädagogische Errungenschaft feiert. Er wird auch den Eltern vorenthalten, obwohl die Landesregierung stets seine Bedeutung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betont. Das ist nicht nachvollziehbar.

"Der Ministerpräsident betont immer wieder, "Politik für die Menschen" machen zu wollen", so Beckmann. "Politik für die Menschen macht man aber, indem man die Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt und politische Lösungen dafür anbietet."

Pressekontakt zu dieser Meldung
Christel Jungmann
Bildungsreferentin
Verband Bildung und Erziehung (VBE e.V)
Westfalendamm 247
44141 Dortmund
Tel.: 0231 / 42 57 57 - 18
Fax: 0231 / 42 57 57 - 10
www.vbe-nrw.de


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