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Redaktion 27.02.2009
Dortmund, 27.02.2009 Etwa 3000 tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer haben heute in NRW die Arbeit niedergelegt und sich an der zentralen Demonstration in Düsseldorf beteiligt.

Sie unterstreichen damit die Forderung nach 8 Prozent mehr Gehalt. Die Lehrergewerkschaften fordern darüber hinaus eine bessere Eingruppierung der tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen. Sollte es am Wochenende nicht zu einer Einigung kommen, sind weitere Streiks und Aktionen nicht ausgeschlossen.

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VERBAND BILDUNG UND ERZIEHUNG
Landesverband NRW
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Telefon: 49 231 43 38 61
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Redaktion 27.02.2009
Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst/Länder 2009: über 100.000 Beschäftigte an drei Warnstreiktagen auf der Straße, allein Freitag fast 40.000 Kundgebungsteilnehmer
Frankfurt a. M., 27.02.2009 Über 100.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder haben an den drei Warnstreiktagen ihrer Forderung nach acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro Nachdruck verliehen. Allein an den vier zentralen Warnstreikaktionen am Freitag haben fast 40.000 Kolleginnen und Kollegen noch einmal das Doppel-Null-Angebot der Arbeitgeber strikt zurückgewiesen. Die Aktionsschwerpunkte lagen in Sachsen (Dresden, über 18.000), Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf, 10.000), Baden-Württemberg (Stuttgart, 8.000) und dem Saarland (Saarbrücken, 2.800).

"Nach Vorlage ihres Angebots haben die Arbeitgeber von den Gewerkschaften gefordert, sich zu bewegen. Wir haben uns bewegt: Über 100.000 Teilnehmer an den Warnstreikkundgebungen legen davon Zeugnis ab. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug: Sie müssen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen", sagte Ilse Schaad, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Tag vor der vierten Tarif-Verhandlungsrunde.

"Die Arbeitgeber sind gut beraten, keinen Vorstoß zu unternehmen, um den Osten bei den Verhandlungen abzukoppeln. Die großartige Beteiligung der Beschäftigten in den östlichen Bundesländern an den Warnstreiks sind ein deutliches Signal an die Arbeitgeber. Die Kolleginnen und Kollegen sind auch zu Erzwingungsstreiks bereit." Schaad wies darauf hin, dass die meisten Warnstreikteilnehmer aus den Bildungseinrichtungen, insbesondere den Schulen kämen: "Lehrkräfte sowie die Beschäftigten an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und im sozialpädagogischen Dienst erwarten, dass über die Gehaltserhöhung hinaus auch ihre spezifischen Anliegen geklärt werden." Insbesondere sei eine strukturell höhere Einstiegseingruppierung junger Lehrkräfte notwendig, betonte die GEW-Verhandlungsführerin. Diese hätten als einzige Berufsgruppe durch den Wechsel vom Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) auf das neue Tarifsystem, den Tarifvertrag der Länder (TV-L), dramatische Einkommensverluste von bis zu 27 Prozent erlitten. Schaad forderte, dass das Referendariat als Berufserfahrung anerkannt werden müsse.

GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne unterstrich auf der Kundgebung in Saarbrücken: "Die Beschäftigten haben kein Verständnis dafür, dass Banken, die ihre Gelder verzockt haben, Milliardenspritzen aus öffentlichen Mitteln erhalten, die Beschäftigten aber mit einer Doppel-Null abgespeist werden sollen. Wir wollen den Anschluss an die Tarifabschlüsse bei Bund und Kommunen halten. Acht Prozent mehr Gehalt sind das beste Konjunkturprogramm."

Info: Die vierte Verhandlungsrunde zwischen ver.di, Gewerkschaft der Polizei (GdP), GEW sowie der dbb Tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) findet am 28. Februar/1. März in Potsdam statt.

In der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber eine Erhöhung der Gehälter ab dem 1. Juli 2009 um 4,2 Prozent bei einer zweijährigen Laufzeit des Vertrags (1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010) angeboten. 2010 sollte es keine weitere Erhöhung der Einkommen geben. In den ersten beiden Runden hatte die TdL kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften hatten bei einer einjährigen Vertragslaufzeit acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt verlangt.

Über die laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der GEW berichten wir aktuell unter www.gew-tarifrunde.de sowie auf den jeweiligen Internetseiten der GEW-Landesverbände (schnell zu erreichen über die interaktive Landkarte auf www.gew.de). In unserem Tarif-Portal finden Sie auch alle weiteren (Hintergrund-)Infos.

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Ulf Rödde
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Redaktion 26.02.2009
Magdeburg, 26.02.2009 Über 15 000 Kundgebungsteilnehmer
"Mit dieser überwältigenden Resonanz auf unseren Warnstreikaufruf hatten selbst wir nicht gerechnet", schätzte GEW-Landeschef, Thomas Lippmann, die Tarif-Demonstration der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes Sachsen-Anhalts am heutigen Vormittag ein.

"Es war die bisher größte Aktion des öffentlichen Dienstes in der Geschichte des Landes. Damit war die zweite Warnstreikrunde in der Tarifauseinandersetzung mit den Ländern ein voller Erfolg", fügte er hinzu.

Die Beschäftigten aus den Bildungseinrichtungen des Landes, besonders aus Schulen, aber auch Hochschulen und Universitäten, waren dem Aufruf der GEW gefolgt. Ca. 12 bis 13 000 Lehrer-, Erzieher und Hochschulangehörige beteiligten sich direkt an den Warnstreiks. Für die ca. 950 Schulen bedeutete das, dass im Durchschnitt weit über die Hälfte des pädagogischen Personals ganztägig und flächendeckend im Warnstreik stand.

Die große Beteiligung und die ausgesprochen kämpferische Stimmung führt die GEW auf die provokative Haltung der Arbeitgeber zurück. Besonders das Ansinnen, den Osten erneut tariflich schlechter stellen zu wollen, führt zu Empörung. "Das versuchte Störfeuer seitens des Sachsen-Anhaltischen Kultusministeriums brachte noch Öl ins Feuer", sagte Lippmann.

Die GEW Sachsen-Anhalt erwartet gemeinsam mit ihren gewerkschaftlichen Partnern nun ein verhandelbares Angebot bei den Tarifverhandlungen am Sonnabend in Potsdam.

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Redaktion 26.02.2009
Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst/Länder 2009: Arbeitgeber müssen sich bewegen
Frankfurt a. M., 26.02.2009 Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben ihre Warnstreik-Aktivitäten noch einmal kräftig ausgeweitet: Über 50.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder haben am Donnerstag an den zentralen Kundgebungen teilgenommen. Die größte Resonanz gab es in Sachsen-Anhalt: Hier gingen in Magdeburg mehr als 15.000 Beschäftigte auf die Straße. Weitere Aktionsschwerpunkte lagen am zweiten Warnstreiktag in Bayern (Nürnberg, 4.500), Brandenburg (Potsdam, gut 5.000), Hamburg (3.000), Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin, 12.000), Rheinland-Pfalz (Mainz, 3.500), Thüringen (Erfurt, 5000) und Hessen (Frankfurt, Kassel, Gießen, insgesamt 3.000). Hessen ist aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten, führt aber eigene Tarifverhandlungen. Bereits gestern hatten fast 15.000 Menschen auf Kundgebungen in Hannover und Kiel acht Prozent mehr Einkommen verlangt und das Doppel-Null-Angebot der Arbeitgeber strikt zurückgewiesen. Morgen sind in vier weiteren Bundesländern zentrale Warnstreik-Kundgebungen geplant.

"Die großartige Beteiligung an den Warnstreiks beweist: Die Beschäftigten lassen sich von dem Angebot der Arbeitgeber nicht hinters Licht führen", sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), vor 3.500 Demonstranten in Mainz. GEW-Verhandlungsführerein Ilse Schaad betonte in Hamburg vor 3.000 Streikenden: "Die Arbeitgeber sind gut beraten, am Wochenende ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Beschäftigte und Gewerkschaften sind auch für Erzwingungsstreiks gut aufgestellt. Wenn es nötig wird, kommen wir wieder: Da geht noch was!"

Info: Am dritten Warnstreiktag, 27. Februar, finden zentrale Kundgebungen statt in:

Bundesland, Datum, Kundgebungsort, GEW-Redner/in
Baden-Württemberg, 27. Februar, Stuttgart, Doro Moritz, GEW-Vorsitzende, Ba-Wü
Nordrhein-Westfalen, 27. Februar, Düsseldorf, Andreas Meyer-Lauber, GEW-Vorsitzender NRW
Saarland, 27. Februar, Saarbrücken, Ulrich Thöne, GEW-Vorsitzender
Sachsen, 27. Februar, Dresden, Ilse Schaad, GEW-Verhandlungsführerin

Die vierte Verhandlungsrunde zwischen ver.di, Gewerkschaft der Polizei (GdP), GEW sowie der dbb Tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) findet am 28. Februar/1. März in Potsdam statt.

In der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber eine Erhöhung der Gehälter ab dem 1. Juli 2009 um 4,2 Prozent bei einer zweijährigen Laufzeit des Vertrags (1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010) angeboten. 2010 sollte es keine weitere Erhöhung der Einkommen geben. In den ersten beiden Runden hatte die TdL kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften hatten bei einer einjährigen Vertragslaufzeit acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt verlangt.

Über die laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der GEW berichten wir aktuell unter www.gew-tarifrunde.de sowie auf den jeweiligen Internetseiten der GEW-Landesverbände (schnell zu erreichen über die interaktive Landkarte auf www.gew.de). In unserem Tarif-Portal finden Sie auch alle weiteren (Hintergrund-)Infos.

Für aktuelle und Hintergrundinformationen - auch während der vierten Verhandlungsrunde - erreichen Sie den GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne unter 0151/15134650, GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad unter 0151/15134646 und Pressesprecher Ulf Rödde unter 069/78973-114 oder 0160/90557232.

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Redaktion 25.02.2009
Nun muss verhandelt werden!
Magdeburg, 25.02.2009 "Der Aufruf zu unserem für morgen angesetzten ganztägigen Warnstreik an den Bildungseinrichtungen Sachsen-Anhalts trifft auf eine sehr große Resonanz bei Lehrern, Erziehern und Beschäftigten an den Hochschulen", schätzte heute Mittag der GEW-Landesvorsitzende, Thomas Lippmann, die Situation für die zweite große Warnstreikrunde ein. Ziel sei es, die Arbeitgeber der Länder, namentlich den Verhandlungsführer der TdL (Tarifgemeinschaft der Länder), Hartmut Möllring, endlich zum Verhandeln zu bringen.

"Die große Bereitschaft der Beschäftigten, in den Warnstreik zu treten, ist eine deutliche Antwort auf die Provokationen der Arbeitgeber in der vergangenen Verhandlungsrunde", sagte Lippmann, wer mit 4,2 Prozent, die sich als 1,05 Prozent entpuppen würden, die Beschäftigten ködern und die Öffentlichkeit täuschen will, könne nicht mit Tariffrieden rechnen, sagte Lippmann.
Die Vorstellung der Arbeitgeber, den Beschäftigten im Osten zusätzlich eine zeitliche Verschiebung jeder Tarifentwicklung zuzumuten, habe den Zorn zusätzlich geschürt.

Die GEW hat gemeinsam mit den Gewerkschaften ver.di, GdP und dbb-Tarifunion, zum morgigen Landesweiten Warnstreik an Schulen, Hochschulen, Landesbetrieben und Verwaltungen aufgerufen, um ihrer gemeinsamen Forderung nach 8 Prozent Gehaltserhöhung Nachdruck zu verleihen.

Ab 10.30 Uhr werden zwei große Demonstrationszüge aus Richtung Hauptbahnhof und Petriförder zum Alten Markt in Magdeburg ziehen. Dort werden sie sich ab ca. 11.00 Uhr zu einer Tarif-Kundgebung vereinigen.

Die GEW-Geschäftsstelle in Magdeburg rechnet mit über 100 Bussen, die Streikende und Kundgebungsteilnehmer nach Magdeburg bringen werden. Zusätzlich werden Teilnehmer mit der Bahn und in PKW-Fahrgemeinschaften anreisen. Allein aus den Schulen werden in Magdeburg nach bisherigen Meldungen weit über 6000 Lehrer und Erzieher erwartet.

Alle Aktionen sind zwischen den Gewerkschaften koordiniert. Vor Ort stehen Ihnen bei Nachfragen für die GEW Hans-Dieter Klein 0171/43 69 954 und für ver.di Werner Theis, 0170/572771 zur Verfügung.

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Redaktion 25.02.2009
Düsseldorf, 25.02.2009 Die Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten des öffentlichen Dienstes gehen am 28. Februar 2009 in Potsdam in die 4. Verhandlungsrunde. Bisher war das Angebot der Arbeitgeber völlig unzureichend. In Nordrhein-Westfalen beteiligt sich der Philologen-Verband am morgigen Tag an einer Mahnwache vor der Staatskanzlei.

"Wir mahnen die Landesregierung, mit Nachdruck auf ein seriöses Angebot der Arbeitgeber hinzuwirken. Für angestellte Lehrkräfte müssen die gravierenden Einkommensunterschiede endlich ausgeglichen werden. Auch ist die Altersteilzeit im Tarifbereich fortzuschreiben!", erläutert Peter Silbernagel die Aktion.

"Die Diskussionen der letzten Wochen um Lehrermangel, Notprogramme und Abwerbestrategien der Bundesländer untereinander zeigen, wie wichtig attraktive Konditionen im öffentlichen Dienst sind. Nur so lassen sich junge Menschen für den Lehrerberuf gewinnen."

Für Freitag, 27.2.2009 ruft der Philologen-Verband seine tarifbeschäftigten Mitglieder auf, an Warnstreiks teilzunehmen. Ab 11 Uhr werden Lehrerinnen und Lehrer in großer Zahl die Demonstration und zentrale Kundgebung in Düsseldorf begleiten. Die Aufrufe hierzu werden gemeinsam von dbb tarifunion und DGB-Gewerkschaften getragen.

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Klaus Schwung
Pressesprecher
info@phv-nw.de
Redaktion 25.02.2009
Gemeinsam gegen Linssens Mogelpackung
Essen, 25.02.2009 Ein vierter Warnstreik der angestellten Lehrkräfte in NRW steht an. Wenn am Freitag die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Beamtenbund (dbb tarifunion) in Düsseldorf für 8% mehr Einkommen bei den Landesbeschäftigten demonstrieren, sind wieder Lehrer und Sozialpädagogen aus allen Teilen des Landes dabei. Sie fordern insbesondere auch eine bessere Eingruppierung ihrer Berufsgruppen im Tarifvertrag der Länder.

Die GEW hat die angestellten Lehrer zu einem weiteren ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Ihre Kollegen im Beamtenverhältnis sollen sich solidarisieren und wenn möglich mit zur Demonstration fahren.

"Das bisherige Angebot der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel. Dies würde eine Nullrunde für die erste Jahreshälfte 2009 und eine weitere für 2010 bedeuten und damit noch nicht einmal die gestiegenen Lebenshaltungskosten auffangen", begründete GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber die landesweite Demonstration und ergänzte: "Wir wollen einen Abschluss, der mit dem der Beschäftigten des Bundes und der Kommunen vergleichbar ist." Es könne nicht angehen, dass die Angestellten und Beamten auf Landesebene weiterhin von der allgemeinen Preis- und Einkommensentwicklungen abgeschnitten werden.

"Der Unmut der Kolleginnen und Kollegen richtet sich vor allem gegen Finanzminister Linssen", weiß Meyer-Lauber zu berichten. Denn dieser sitze für die Arbeitgeber am Verhandlungstisch und sei deswegen entscheidend daran beteiligt, dass bisher kein akzeptables Angebot vorliege. "Wir erwarten, dass Finanzminister Linssen bei der vierten Verhandlungsrunde am kommenden Wochenende seine Blockade aufgibt und ernsthaft in Verhandlungen mit dem Ziel einer Einigung eintritt", erklärte der GEW-Landesvorsitzende.

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Berthold Paschert
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Redaktion 25.02.2009
Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst/Länder 2009: Warnstreik-Auftakt in Hannover und Kiel
Frankfurt a. M., 25.02.2009 Fast 14.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder haben zum Auftakt der Warnstreiks vor der vierten Tarif-Verhandlungsrunde ihrem Unmut über das "Doppel-Null"-Angebot der Arbeitgeber Luft gemacht. Die Beschäftigten aus Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein nahmen am Mittwoch an den zentralen Kundgebungen in Hannover und Kiel teil.

"Mit acht Prozent raus aus der Krise", forderte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), vor rund 3.500 Kolleginnen und Kollegen in Kiel. Die Stärkung der Binnenkaufkraft durch eine ordentliche Erhöhung der Gehälter der Beschäftigten sei das beste Konjunkturprogramm. Thöne unterstrich, dass die Gewerkschaften mit ihrer Tarifforderung Anschluss an die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen finden wollten.

"Für die Abwrackprämie wollen die Politiker tiefer in die Tasche greifen als bei der Erhöhung der Einkommen der Beschäftigten", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad vor über 10.000 Kundgebungsteilnehmern in Hannover. Für eine junge Grundschullehrerin bedeuteten acht Prozent mehr Gehalt gut 2.000 Euro im Jahr. Wer sein neun Jahre altes Auto verschrotten lasse, kann sich über 2.500 Euro freuen. "Das närrische Treiben ist vorbei, jetzt wird es höchste Zeit, dass die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen!"

Info: Zentrale Warnstreik-Kundgebungen finden am 26. und 27. Februar statt in: (Bundesland, Datum, Kundgebungsort, GEW-Redner/in)
Baden-Württemberg, 27. Februar, Stuttgart, Doro Moritz, GEW-Vorsitzende Ba-Wü
Bayern, 26. Februar, Nürnberg Gele Neubäcker, GEW-Vorsitzende Bayern
Brandenburg, 26. Februar, Potsdam, Stephanie Odenwald, GEW-Vorstandsmitglied
Hamburg, 26. Februar, Hamburg, Ilse Schaad, GEW-Verhandlungsführerin
Hessen, 26. Februar, Frankfurt a.M., Kassel, Gießen, Jochen Nagel, GEW-Vorsitzender Hessen in Gießen, Karola Stötzel, stellvertretende Vors. der GEW Hessen, in Frankfurt
Mecklenburg-Vorpommern, 26. Februar, Schwerin, Norbert Hocke, GEW-Vorstandsmitgliedv Nordrhein-Westfalen, 27. Februar, Düsseldorf , Andreas Meyer-Lauber, GEW-Vorsitzender NRW
Rheinland-Pfalz, 26. Februar Mainz, Ulrich Thöne, GEW-Vorsitzender Saarland, 27. Februar, Saarbrücken, Thöne, s.o.
Sachsen, 27. Februar, Dresden, Schaad, s.o.
Sachsen-Anhalt, 26. Februar, Magdeburg, Thomas Lippmann, GEW-Vorsitzender Sachsen-Anhalt
Thüringen, 26. Februar, Erfurt, Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied

Die vierte Verhandlungsrunde zwischen ver.di, Gewerkschaft der Polizei (GdP), GEW sowie der dbb Tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) findet am 28. Februar/1. März in Potsdam statt.

In der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber eine Erhöhung der Gehälter ab dem 1. Juli 2009 um 4,2 Prozent bei einer zweijährigen Laufzeit des Vertrags (1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010) angeboten. 2010 sollte es keine weitere Erhöhung der Einkommen geben. In den ersten beiden Runden hatte die TdL kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften hatten bei einer einjährigen Vertragslaufzeit acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt verlangt.

Über die laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der GEW berichten wir aktuell unter www.gew-tarifrunde.de sowie auf den jeweiligen Internetseiten der GEW-Landesverbände (schnell zu erreichen über die interaktive Landkarte auf www.gew.de). In unserem Tarif-Portal finden Sie auch alle weiteren (Hintergrund-)Infos.

Für aktuelle und Hintergrundinformationen - auch während der vierten Verhandlungsrunde - erreichen Sie den GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne unter 0151/15134650, GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad unter 0151/15134646 und Pressesprecher Ulf Rödde unter 069/78973-114 oder 0160/90557232.

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Redaktion 25.02.2009
GEW ruft zum Warnstreik auf
Hamburg, 25.02.2009 Mit einer frühmorgendlichen Aktion vor der Rudolf-Roß-Gesamtschule wird die GEW Hamburg den gemeinsamen Warnstreik von GEW, ver.di und GdP am morgigen Donnerstag einläuten: "Lehrerinnen, Lehrer und die anderen Beschäftigten der Schule werden noch vor Unterrichtsbeginn ein Zeichen setzen", kündigt Klaus Bullan an.

Die Streikaktion findet statt vor der Gesamtschule in der Neustädter Straße 60 (Hamburg Neustadt) zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr.

Kontakt vor Ort (für journalistische Nachfragen): Andreas Hamm, mobil zu erreichen unter 0170.965 44 54

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert, dass die Tarifverhandlung für den öffentlichen Dienst am 14. und 15. Februar in Potsdam keinen Abschluss gebracht hat. "Man kann das, was dort abgelaufen ist, schwerlich als Verhandlung bezeichnen", so Bullan. Die Arbeitgeber hatten ein Angebot vorgelegt, dass zwar nominell die Zahl 4,2 Prozent enthielt, aber mit den Nullmonaten eine Erhöhung der Gehälter von deutlich unter zwei Prozent jährlich ergeben hätte. "Als die Gewerkschaften das nicht akzeptierten wollten, sind die Arbeiteber einfach gegangen. So kann man keine Verhandlungen führen", empört sich Bullan. Immerhin konnte für den 28. Februar ein weiterer Termin vereinbart werden. Der GEW-Vorsitzende unterstreicht: "Die Gewerkschaften sind kampfbereit. Das wird der Warnstreik morgen deutlich machen!"

Die GEW ruft alle Beschäftigten im Bildungsbereich, an Schulen und Hochschulen auf, am 26. Februar ganztägig die Arbeit niederzulegen. "Wir rechnen mit einer noch höheren Beteiligung als am 12. Februar, als etwa jede/r vierte Angestellte im Schulbereich die Arbeit niedergelegt hat", so Klaus Bullan.

Nach der Auftaktaktion werden die Streikenden von der Neustadt ins CCH zur zentralen Streikversammlung mit mehreren tausend Kolleginnen und Kollegen des gesamten öffentlichen Dienstes ziehen; von dort aus geht es gemeinsam an den Messehallen vorbei über den Axel-Springer-Platz und den Rödingsmarkt zum Personalamt am Steckelhörn in der Hamburger Altstadt und schließlich zu den Landungsbrücken. Dort wird der Demonstrationszug gegen 12.30 erwartet. Auf der Schlusskundgebung wird unter anderem Ilse Schaad vom GEW Hauptvorstand sprechen.

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Tina Fritsche
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