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Redaktion 17.08.2009
Saarbrücken, 17.08.2009 Die Landeselterninitiative für Bildung fordert, die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte im Saarland zu verbessern, um dem Lehrermangel entgegen zu wirken. Insoweit hätten Lehrer die Unterstützung der Eltern, denn sie seien das Fundament des Bildungssystems.

Zum einen würden Entscheidungen über Einstellungen erst kurz vor Schuljahresschluss und damit zu spät getroffen, zum anderen bekomme fast jeder zweite Lehramtsbewerber (45 % im Schuljahr 2009/2010, Zunahme gegenüber 2205/2006 mit 30 %) im Saarland inzwischen keine feste Stelle mehr. Zudem seien die Lehrkräfte wegen zu großer Klassen und mangelnder Unterstützung zu stark belastet. Nirgends würden mehr Lehrkräfte (35 %) vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit aus dem Schuldienst ausscheiden, obwohl Abschläge bei der Pensionierung hingenommen werden müssen. Von allen Bundesländern belege das Saarland hier den letzten Platz. Zu diesem Ergebnis kam der "Bildungsmonitor 2008" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Notwendig sei einmal ein Lehrer-Personalkonzept, das eine ausgewogene, gerechte und qualitätsvolle Personalisierung aller Schulen mit Fachlehrern in den nächsten 10 Jahren sicherstellt und Studierenden für das Lehramt Perspektiven gibt.

Schwerpunkte der Qualitätsverbesserung müssten auf einer praxisnäheren Ausbildung der Lehrer insbesondere für individuell förderndes Lernen und auf Supervision als berufsbegleitende Unterstützung liegen. Schulen brauchten Berater für eine systematische Entwicklung der Lernkultur. Für Kinder, Eltern und Lehrer müsse allgemein eine effiziente sozialpädagogische und (schul)psychologische Beratung verfügbar sein, die als Unterstützung des Lernens aufgebaut ist. Die Klassen müssten kleiner werden, ein anderer Tagesrhythmus müsse eingeführt werden. Dann würde sich die Betreuungssituation bessern und könnten Lerndefizite sowie individuelle Probleme von Schülern rascher und klarer erkannt werden, sie könnten umfassender und gründlicher aufgearbeitet werden.
Redaktion 07.08.2009
Neue Strategien gegen Lehrermangel gefordert
Hannover, 06.08.2009 Die Landtagsgrünen haben "neue Strategien" gefordert, um mehr ausgebildete Lehrkräfte besonders für Mangelfächer zu gewinnen. "Es könnte ein vielversprechendes Mittel sein, für eine Kinderbetreuung an den Schulen zu sorgen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Donnerstag (heute) in Hannover.

Die Grünen-Politikerin verweist auf Erfahrungen der hannoverschen Tellkampfschule. Dort könne man mit Betreuung an der Schule Lehrerinnen und Lehrer mit Kleinkindern dazu bewegen, früher in den Schuldienst zurückzukehren, beziehungsweise Teilzeitstellen aufzustocken. "Für viele junge Kollegen ist dies eine echte Erleichterung", sagte Staudte. Die Grünen-Politikerin appelliert an Schulen in Niedersachsen, die Einrichtung solcher "Betriebskinderkrippen" zu prüfen. Man verschaffe sich somit einen echten Standortvorteil. Das Land solle sich an der Umsetzung beteiligen. "Niedersachsen ist hier doppelt in der Pflicht: Es ist für die Unterrichtsversorgung verantwortlich, wie auch für den Betreuungsausbau".

Bislang ist Niedersachsen auf dem Weg zu einer besseren Kinderbetreuung Schlusslicht unter den Bundesländern: Nur für 9,2 Prozent der Unter-Dreijährigen steht ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Bis 2013 soll dieser Wert nach einer Bund-Länder-Vereinbarung auf 35 Prozent ansteigen.

Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag
Reinhard Tydecks
Referent für Schule und Jugend
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1
30159 Hannover
Tel. 0511-3030-4210
Fax 0511-3030-99-4210
E-mail Reinhard.Tydecks@lt.niedersachsen.de
Internet www.gruene-niedersachsen.de
Redaktion 28.07.2009
Während Mathematiklehrer händeringend gesucht werden, sehen sich Deutschlehrer schon wieder mit dem Gespenst drohender Arbeitslosigkeit konfrontiert - Philologenverband: Jetzt integrierte Lehrerreserve an Bayerns Gymnasien aufbauen!
München, 28.07.2009 Waren im zu Ende gehenden Schuljahr Lehrkräfte aller Fächerkombinationen gesucht, geht die Schere auf dem Arbeitsmarkt für Gymnasiallehrer jetzt auseinander: "Ausgebildete Lehrer für Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer sind an vielen Gymnasien heißbegehrte Mangel´ware´. Dagegen geht selbst unter Deutschlehrern mit gutem Examen schon wieder das Gespenst der drohenden Arbeitslosigkeit um", beschreibt Max Schmidt, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv), die aktuelle Situation.

In den absoluten Zahlen erwartet der Philologenverband keine erhebliche Ausweitung, wohl aber eine weitere Verschiebung des Lehrermangels an den Gymnasien zuungunsten des mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichs. Den aktuellen Ersatzbedarf der Gymnasien aus bereits bestehender Unterversorgung, gestiegenen Schülerzahlen und anstehenden Pensionierungen beziffert der Philologenverband auf rund 2500 Lehrkräfte.

Vor diesem Hintergrund warnte der bpv-Vorsitzende die Politik davor, fatalistisch die Hände in den Schoß zu legen: "Natürlich lassen sich Mathematik- oder Biologielehrer nicht von heute auf morgen backen. Das soll aber kein Freibrief zur Untätigkeit sein: Der Bewerberüberhang an gut qualifizierten Deutsch-, Geschichts- und Sozialkundelehrern sollte nun endlich dazu genutzt werden, mit dem Aufbau einer integrierten Lehrerreserve an jeder Schule zu beginnen. Die Gymnasien brauchen diesen personellen Puffer, um flexibel auf kurz- und mittelfristige Schwankungen in der Unterrichtsversorgung reagieren zu können."

Wirtschaft soll Stipendien an zukünftige Lehrer von MINT-Fächern vergeben!
Schmidt bekräftigte die Forderung seines Verbandes nach einer gezielten Unterstützung von Lehramtsstudierenden der jetzigen Mangelfächer durch die Wirtschaft: "Mit Stipendien sollte die Wirtschaft einen deutlichen Anreiz für ein Lehramtsstudium in den "MINT-relevanten" Fächern Mathematik, Physik, Biologie und Chemie geben. Ein solches Engagement ist auch in ihrem ureigenen Interesse: Schließlich lassen sich nur durch einen qualifizierten Unterricht Schüler für ein Studium dieser Fächer begeistern."

Studiengebühren? – Nicht für Lehramtstudierende!
Erneut ins Spiel brachte Schmidt auch die Idee seines Verbandes, Lehramtsstudierenden die Studiengebühren zu erlassen: "Einerseits sucht der Staat händeringend Lehrkräfte, andererseits baut er mit den Studiengebühren unnötige Hürden vor einem Lehramtsstudium auf – das ist kaum vermittelbar und gehört geändert."

Wunsch an KM Dr. Spaenle: Fortsetzung des Kurses "erst denken, dann handeln"
An die Adresse von Kultusminister Dr. Spaenle gerichtet formulierte Schmidt abschließend den Wunsch seines Verbandes nach überlegten Fortentwicklungen in der bayerischen Schulpolitik: "Die Losung des Kultusministers ´Qualität vor Geschwindigkeit´ lässt sich mit ´erst denken, dann handeln` übersetzen. Wir Lehrer halten diese Vorgehensweise für vollkommen richtig. Die ersten schulpolitischen Entscheidungen der neuen Staatsregierung stimmen uns optimistisch, dass die Zeit ungenügend durchdachter Entscheidungen endgültig der Vergangenheit angehört. Von notorischen Kritikastern und verbissenen Systemumstürzlern sollte sich Herr Dr. Spaenle nicht davon abhalten lassen, den eingeschlagenen Weg im kommenden Schuljahr weiter zu verfolgen."

Redaktion 22.07.2009
Bündel von Notmaßnahmen gefordert!
Berlin, 21.07.2009 Gegen den Vorwurf, die Situation des Lehrermangels zu dramatisieren und mit Horrorzahlen zu arbeiten, hat sich der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger gewandt. Gleichzeitig präzisierte er die in manchen Medien genannten Zahlen.

Nach Schätzungen des Deutschen Philologenverbandes werde sich die Bedarfslücke an entsprechend fachlich und pädagogisch ausgebildeten Lehrern insbesondere in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) im kommenden Herbst auf mindestens 30 000 Lehrerstellen belaufen.

Meidinger sagte dazu: "Dies heißt allerdings nicht, dass diese Stellen unbesetzt bleiben und Unterricht im Umfang von 30 000 Lehrerdeputaten ausfällt, da die Schulleitungen bei fehlender Zuweisung von Lehrern sich auf dem freien Arbeitsmarkt selbst Ersatzkräfte suchen, die aber sehr häufig nicht über eine entsprechende fachliche oder pädagogische Ausbildung bzw. häufig auch über keine Nachqualifizierung verfügen. Beispielsweise müssen sich alle bayerischen Gymnasien Unterrichtspersonal für den Herbst 2009 selbst besorgen. Dies gilt für bis zu 8 Prozent ihres Stellenbudgets. Die Ministerien verkünden dann, dass die Unterrichtsversorgung gewährleistet sei, was aber allenfalls quantitativ, aber keinesfalls qualitativ stimmt."

Da die KMK hierzu keine aktuellen Zahlen zur Verfügung stelle, so der DPhV-Vorsitzende, bleibe als einzige Schätzungsgrundlage nur, den ständig wachsenden Anteil der Unterrichtenden an allgemein- und berufsbildenden Schulen zu bestimmen, die als Aushilfskräfte über keine Lehrerausbildung bzw. keine ausreichende Nachqualifizierung verfügen. Diese Quote erreiche im nächsten Schuljahr voraussichtlich 5 Prozent aller Lehrer über alle Schularten hinweg, das sind rund 40 000 Lehrer. Da davon nur ein Teil vollzeitbeschäftigt sei, sei eine Lehrerbedarfslücke von 30 000 Stellen realistisch.

"Selbst die inzwischen völlig veraltete KMK-Prognose von 2001 geht in dem Zeitraum bis 2015 von einer Lehrerbedarfslücke von 75 000 Lehrerstellen aus. Zu noch größeren Zahlenwerten kommt die aktuelle Studie von Prof. Klaus Klemm. Es ist seltsam, dass die KMK, deren oberste Aufgabe es wäre, selbst aktuelle Bestandsanalysen und Bedarfsprognosen vorzulegen, von Verbänden Berechnungsgrundlagen einfordert. Hier soll wohl eine unerträgliche Mangelsituation schön geredet werden!", stellte der Verbandschef klar.

Bezüglich dem in der Presse zitierten Vorschlag, den Lehrermangel durch den Import von Lehrern aus osteuropäischen Ländern zu lindern, wies der Philologenverbandsvorsitzende darauf hin, dass dies nur ein Vorschlag von vielen sei, der vom DPhV bzw. anlässlich des Runden Tisches zum Lehrermangel vor wenigen Wochen in Berlin vorgetragen worden sei.

Langfristig hilfreich sei in erster Linie eine gesellschaftliche Aufwertung des Lehrerberufs, damit in Zukunft wieder mehr Abiturienten naturwissenschaftliche Lehramtsstudiengänge anwählten. Kurzfristig helfen dagegen nur Notmaßnahmen wie z.B. eine systematische Nachqualifizierung von Quereinsteigern, eine verbesserte Mobilität von Lehrern in Deutschland (u.a. Lehrerstellenbörse im Internet), attraktive Mehrarbeitsregelungen, befristete Weiterbeschäftigung von Pensionisten auf freiwilliger Basis), Anwerbung von Lehrern aus dem deutschsprachigen Ausland und Werbung für Aufstockung von Teilzeitverträgen. Als eine weitere Möglichkeit wäre auch an ein Austauschprogramm mit osteuropäischen Ländern zu denken, in denen einerseits eine beträchtliche Zahl von MINT-Lehrern mit guten Deutschkenntnissen vorhanden sei, aber andererseits Deutschlehrer dringend gesucht würden." Wenn die KMK hier ein ausreichend finanziertes, auf zwei bis fünf Jahre befristetes Austauschprogramm auflegen würde, wäre dies eine sinnvolle Aktivität!", sagte Meidinger.

Redaktion 15.05.2009
Düsseldorf, 15.05.2009 Das Schulministerium hat den Förderschulen des Landes Nordrhein-Westfalen heute mit einem Runderlass ermöglicht, bei Vorliegen eines schuleigenen Konzeptes eine Handwerksmeisterin / einen Handwerksmeister auf einer Lehrerstelle einzustellen.

Bereits mit dem so genannten "Sozialarbeiter-Erlass" hatte das Ministerium im vergangenen Jahr allen Schulen die Möglichkeit eröffnet, auf einer Lehrerstelle (bei größeren Schulen auch auf zwei Lehrerstellen) sozialpädagogische Fachkräfte zu beschäftigen. Mit dem neuen Erlass können Förderschulen nun anstelle von sozialpädagogischen Fachkräften durch die Beschäftigung anderer Berufsgruppen auf die förderschwerpunktspezifischen Entwicklungsbedarfe der Schülerinnen und Schüler eingehen und damit den Kompetenzerwerb nachhaltiger steigern.

Schulministerin Barbara Sommer: "Wir geben den Förderschulen mit dem neuen Erlass eine weitere Möglichkeit, maßgeschneiderte Konzepte für Schülerinnen und Schüler vor Ort anzubieten. Durch den Einsatz von Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern stärken wir besonders auch den Übergang von der Schule in den Beruf."

Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation können sich statt für eine Handwerksmeisterin / einen Handwerksmeister auch für die Einstellung einer Gebärdendolmetscherin / eines Gebärdendolmetschers entscheiden. Diese Einstellungsmöglichkeit ist auf maximal eine Stelle begrenzt. Förderschulen, die sich für die Besetzung einer Lehrerstelle mit einer Person einer anderen Berufsgruppe entscheiden, müssen sicherstellen, dass die Unterrichtsfächer und die Stundentafel nach den Vorgaben der Ausbildungsordnung für den jeweiligen Bildungsgang erteilt werden können und dass die Schule in der Lage ist, ihren weiteren Verpflichtungen wie zum Beispiel der Durchführung von Verfahren zur Ermittlung des sonderpädagogischen Förderbedarfs nachzukommen. Anträge richten die Schulen an die jeweils zuständige Bezirksregierung.

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Ansprechpartner
Dr. Thomas Breuer
Pressesprecher und Leiter des Pressereferates
Telefon 0211/5867-3505 oder -3506
Fax 0211/5867-3225
E-Mail: presse@msw.nrw.de

Redaktion 03.03.2009
Berlin, 03.03.2009 "Es wird höchste Zeit, dass die Kultusminister ihren Winterschlaf beenden", rät der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. Er wirft den Kultusministern eine "fahrlässige Untergrabung des Lehrerberufes" vor. Wenn nichts geschehe, drohe die Profession auf die Rote Liste zu kommen. "Von der Sitzung der KMK am 5. und 6. März in Stralsund erwartet der VBE eine substanzielle Einigung der Länder auf die Behebung des Lehrermangels", betont Eckinger. Kulturhoheit dürfe nicht länger mit Klein­staaterei verwechselt werden.

"Das gegenseitige Abkaufen von Lehrerinnen und Lehrern zu Höchstpreisen ist eine schlechte Karikatur auf den Kulturföderalismus", so der VBE-Bundesvorsitzende. Zudem würden die verabredeten KMK-Standards in der Lehrerbildung bislang nicht dazu beitragen, die Lehrerausbildung attraktiver zu machen. "Es herrscht stattdessen ein länderübergreifendes Chaos in den Lehramtsstudiengängen", warnt Eckinger. "Zu wenig lehrerberufsspezifische Lehrangebote, schlechte Betreuung der Studierenden und unsichere Chancen auf ein Referendariat wirken eher abschreckend auf interessierte junge Menschen." Es sei keine Überraschung, meint Eckinger, dass auf 100 aus dem Lehrerberuf ausscheidende Kolleginnen und Kollegen lediglich 50 neu in den Beruf kämen.

"Seit mindestens sechs Jahren ist den Ministern bekannt, dass zunehmend Lehrerinnen und Lehrer fehlen", sagt Eckinger. "Unter dem Druck der Finanzminister wurden aber lediglich Klassenstärken erhöht, Förderstunden gestrichen, Referendare mit voller Unterrichtsverpflichtung belegt und Quereinsteiger in den Lehrerberuf geholt. Jetzt wird das Scheckbuch gezückt. Langfristige Personalplanung und Personalentwicklung sieht anders aus", kritisiert Ludwig Eckinger.

Der VBE-Bundesvorsitzende hatte bei Amtsantritt des KMK-Präsidenten Henry Tesch im Januar die Wiener Erklärung von VBE, der österreichischen Gewerkschaft GÖD und des schweizerischen LCH überreicht und dazu aufgefordert, "den Lehrerberuf nicht zum Notnagelberuf zu degradieren". Als Handlungsschwerpunkte sieht der VBE:

Aufwertung des Lehrerberufs durch exzellente universitäre Lehrerbildung. Alle Lehr­amtsstudiengänge müssen von Anfang an das Berufsziel der Lehrerin, des Lehrers realisieren. Die berufswissenschaftliche und berufspraktische Ausbildung muss gleichwertig mit der Ausbildung in den designierten Unterrichtsfächern werden.

Aufwertung des Lehrerberufs durch Gleichwertigkeit aller Lehrämter von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II. Alle Lehramtsstudiengänge müssen in allen Bundesländern zu einem Masterabschluss mit 300 Leistungspunkten führen.

Aufwertung des Lehrerberufs durch pädagogische und didaktische Qualifizierung auch aller Quereinsteiger in den Lehrerberuf.

Aufwertung des Lehrerberufs durch die Schaffung wirklicher Gelingensbedingungen an allen Schulen – durch Absenkung der Klassenstärken, Möglichkeiten individueller Förderung der Schülerinnen und Schüler und durch Verstärkung der Angebote in der Lehrerfort- und –weiterbildung, damit das Lernen im Beruf möglich wird.

Aufwertung des Lehrerberufs durch eine langfristige Personalplanung und Personalentwicklung in allen Bundesländern, um endlich vom unseligen "Schweinezyklus" wegzukommen.

Aufwertung des Berufseinstiegs durch Erhöhung der Eingangsbezahlung für Referendare und Einführung einer Laufbahn für jedes Lehramt.­

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Öffentlichkeitsarbeit
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Redaktion 02.03.2009
Bildungsminister Rupprecht wirbt bei Schülerinnen und Schüler für den Lehrerberuf
Potsdam, 02.03.2009 Bildungsminister Holger Rupprecht wirbt heute im von Saldern-Gymnasium in Brandenburg an der Havel vor Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Jahrgangsstufe für den Lehrerberuf und stellt den neuen Flyer zur Lehrerwerbekampagne vor.

"In den kommenden Jahren werden zahlreiche Lehrkräfte altersbedingt aus dem Schuldienst in unserem Land ausscheiden", so Rupprecht. "Wenn sich junge Frauen und Männer nach ihrem Abitur für den Lehrerberuf entscheiden, werden sie nach dem Abschluss Ihrer Ausbildung in sieben Jahren hervorragende Einstellungschancen und Arbeitsbedingungen in Brandenburg haben." Kinder und Jugendliche bei ihrer Entwicklung zu begleiten, sei eine der spannendsten Herausforderungen, ist der Bildungsminister überzeugt. "Lehrer von heute beraten und unterstützen die Schülerinnen und Schüler in Lernprozessen, erkennen Potenziale, fördern Begabungen, vermitteln Werte – sie sind diejenigen, die unsere Kinder und Jugendlichen für die Herausforderungen der Zukunft fit machen."

Bedarf an Lehrkräften werde es nach Abschluss des Studiums in allen Schulformen und in den meisten Fächern geben, so Rupprecht. Besonders gute Einstellungschancen gebe es, wenn sich die Abiturienten für das Studium solcher Fächer entscheiden, in denen sich zum einen ein hoher Bedarf abzeichnet und an denen zum anderen erfahrungsgemäß ein eher geringes Studieninteresse besteht.

Um die Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler zum Studium und zur Ausbildung zu beantworten hat das Bildungsministerium beim Landesinstitut für Lehrerbildung (LaLeb) ab sofort eine Telefon-Hotline geschaltet.

Weitere Infos gibt es im Anhang und im Internet unter www.mbjs.brandenburg.de

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Stephan Breiding
Pressesprecher
Tel. (0331) 866 35 20
Fax (0331) 8663524
E-Mail: Stephan Breiding
Redaktion 25.02.2009
Heusweiler / Saarbrücken, 25.02.2009 Die Landeselterninitiative für Bildung fordert die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte im Saarland zu verbessern, um dem Lehrermangel entgegen zu wirken. "Es ist nicht nur das Gehalt, was zählt", so die Eltern. Im Saarland sind die Lehrkräfte zu stark belastet. Nirgends scheiden mehr Lehrkräfte (35 %) vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit aus dem Schuldienst aus, obwohl Abschläge bei der Pensionierung hingenommen werden müssen. Von allen Bundesländern belegt das Saarland hier den letzten Platz. Zu diesem Ergebnis kam der "Bildungsmonitor 2008" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Es gilt zu allererst, die Rahmenbedingungen, unter denen Lehrer arbeiten müssen, zu verbessern. Insoweit haben sie die Unterstützung der Eltern, denn sie sind das Fundament des Bildungssystems. Schwerpunkte müssen auf ihrer praxisnäheren Ausbildung insbesondere für individuell förderndes Lernen und auf Supervision als berufsbegleitende Unterstützung liegen. Schulen brauchen Berater für eine systematische Entwicklung der Lernkultur. In kleineren Klassen und bei einem besseren Tagesrhythmus können Lerndefizite und individuelle Probleme von Schülern rascher und klarer erkannt werden, sie können umfassender und gründlicher aufgearbeitet werden. Im Saarland sind die Klassen zu groß. Im Durchschnitt waren im Schuljahr 2007/08 mit 25,5 Schülern pro Klasse an allen allgemein bildenden Schulen (Sekundarstufe I) die zweitgrößten Klassen aller Bundesländer gebildet (Gymnasien: 27,7 Schüler je Klasse = 10. Platz unter den Bundesländern; Erweiterte Realschulen: 22,5 = zweitschlechtester Platz; Gesamtschulen 27,8 = zweitschlechtester Platz). Das bringe nach Meinung der Eltern mit sich, dass die Betreuungssituation und damit auch die Möglichkeit des individuellen Lernens und Förderns für die Schüler im Saarland durch eine unzureichende Personalausstattung der Schulen (Sekundarstufe I) bundesweit mit am schlechtesten sei.
(Nachweis: Statistisches Bundesamt "Bildung und Kultur" Schuljahr 2007/08, Fachserie 11, Reihe 1, Tabellen 1.1.1, 2.3 und 3.3; erschienen Oktober 2008)

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Wolfgang Schäfer
stellv. Sprecher
Landeselterninitiative für Bildung e.V.
Wacholderweg 26, 66265 Heusweiler
Telefon: 0172 8363317
schaefer.heusweiler@gmx.de
www.eltern-fuer-bildung.de
Redaktion 25.02.2009
Stuttgart, 25.02.2009 "Was hat sich die Bundesbildungsministerin Annette Schavan eigentlich mit ihrem Vorschlag gedacht, Manager und Ingenieure aus Industrie bzw. Wirtschaft für zwei Stunden Unterricht pro Woche an den Schulen zu gewinnen und damit dem Fachlehrermangel zu begegnen?", fragt der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Bernd Saur. Dieser Vorschlag geht aus Sicht des Philologenverbandes völlig an der Realität vorbei. Für einen fehlenden Mathematiklehrer wären dann also zwölf bzw. dreizehn solcher externen Kräfte nötig, die ja vermutlich nach erteiltem Unterricht wieder rasch in ihren Betrieb enteilen würden, während sich die "regulären" Lehrer verstärkt der vielen und umfangreichen schulischen Zusatzgeschäfte annehmen. Dazu gehören zum Beispiel: Klassenlehreraufgaben, Eltern- und Schülergespräche, Klassenpflegschaftsabende, Konferenzen, SMV-Arbeit, Beratung und Betreuung von Praktikanten und Referendaren, Schüleraustausch, Klassenfahrten, Projekttage, BOGY, Aufsichten usw.

Seit vielen Jahren habe man dafür gesorgt, die Einkommens-, Status- und Arbeitsstandards der Lehrer auf ein niedriges Niveau herunterzufahren. Das Image der Lehrer in der Öffentlichkeit sei häufig durch Verunglimpfungen beschädigt worden; in all den Jahren sei es versäumt worden, und das bundesweit, eine vorausschauende Lehrereinstellungspolitik zu betreiben. Saur: "Und jetzt kommt die Bundesbildungsministerin mit Vorschlägen, die eher an einen rheinländischen Karnevalsscherz erinnern als an ein von bildungspolitischer Verantwortung und Weitsicht getragenes Handeln."

"Das ist nun wirklich schwer nachvollziehbar", so Saur weiter, "erst redet man die fachlichen und fachwissenschaftlichen Voraussetzungen des Gymnasiallehrerberufs klein, spricht von "Methodik statt Inhalten" und ändert in diese Richtung den Studiengang und die Prüfungsordnung – und jetzt sollen Fachleute aus der Industrie Unterricht erteilen, die überhaupt keine pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse haben."

Wer dem derzeitigen gravierenden Lehrermangel in Deutschland wirksam begegnen wolle, der müsse die Attraktivität dieses Berufes durch viele Einzelmaßnahmen steigern, vor allem durch eine Absenkung der Unterrichtsverpflichtung, damit ein vernünftiges und gedeihliches pädagogisches Wirken zum Wohle der Schülerinnen und Schüler möglich sei.

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Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hans-Eckhard Giebel
Ginsterhalde 28
71554 Weissach i.T.
Tel.: 07191-58141
E-Mail: giebel.hans-eckhard@phv-bw.de


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