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Redaktion 30.01.2009
52 Teilnehmer der Jahrgangsstufen 9 und 10 nehmen am Projekt "Camp+ Brandenburg" in Schloss Trebnitz teil
Potsdam, 30.01.2009Am kommenden Montag startet das zweite Feriencamp für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten im Land Brandenburg. Insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 werden vom 02. bis 12. Februar 2009 am Projekt "Camp+ Brandenburg" im Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz (Landkreis Märkisch-Oderland) teilnehmen. Am ersten Feriencamp vom 20. bis 30. Oktober 2008 auf dem Gut Gnewikow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) hatten rund 30 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), des brandenburgischen Bildungsministeriums, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) sowie der Beck´schen Stiftung finanziert. Organisiert wird das Projekt vom Projektverbund kobra.net – Kooperation in Brandenburg in Zusammenarbeit mit der DKJS und dem Ministerium.

Bildungsminister Holger Rupprecht verspricht sich viel von den Feriencamps. "Rund zehn Prozent aller Schülerinnen und Schüler verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss – das ist nicht akzeptabel." Die Feriencamps würden bereits existierende Projekte wie die `Initiative Oberschule` oder Angebote für Schulverweigerer sinnvoll ergänzen, so der Bildungsminister. Mit den Ferien-camps werde eine Maßnahme erprobt, die in anderen Bundesländern bereits erfolgreich umgesetzt wird. "Ziel ist es, den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern durch ein Feriencamp mit besonderem pädagogischem Konzept und einer anschließenden kontinuierlichen Begleitung in der eigenen Schule die Ver-setzung in die Jahrgangsstufe 10 bzw. einen Schulabschluss zu erleichtern."

"Neben der fachlichen Unterstützung wollen wir die jungen Menschen vor allem motivieren. Sie erleben in den Camps, dass sie zu großen Leistungen fähig sind, dass es Freude bereitet, sich Ziele zu setzen und diese erreichen zu wollen. Die Methode ist eigentlich einfach: Wir holen die Jugendlichen bei dem ab, was sie gut können – dann ermutigen wir sie, sich auch bei dem anzustrengen, was sie noch lernen sollten", beschreibt Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die stärkeorientierte Camp-Pädagogik.

Das Angebot "Camp+ Brandenburg" richtet sich speziell an Schülerinnen und Schüler, die die Jahrgangsstufe 9 oder 10 wiederholen, und darüber hinaus an alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 mit Lernschwierigkeiten, vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Voraussetzung für eine Teilnahme von Schülerinnen und Schülern ist, dass eine Lehrkraft der Schule als Begleitlehrerin oder Begleitlehrer bereit ist, diesen Schülerinnen und Schülern auch nach der Rückkehr aus dem Feriencamp unterstützend zur Seite zu stehen und so zur Stabilisierung von Schulmotivation und Leistungsbereitschaft beizutragen.

In dem Camp werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezielt dabei unterstützt, Lernstrategien zu entwickeln, fachbezogene Themen aufzuarbeiten sowie soziales und kreatives Engagement einzubringen. Neben der täglichen Lern-gruppenarbeit in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch mit gezielter individueller Förderung der Schülerinnen und Schüler wird es ein umfangreiches Projekt- und Freizeitangebot u.a. mit Medien- und Theaterprojekten geben. Die Jugendlichen werden in dieser Zeit von fünf Campteams begleitet, in denen jeweils ein Fachlehrer, ein Sozialpädagoge und ein Jugendleiter vertreten sind.


Pressekontakt zu dieser Meldung
Stephan Breiding
Pressesprecher
Tel. (0331) 866 35 20
Fax (0331) 8663524
E-Mail: Stephan Breiding


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