Mathematik 6 – Ist eine Dyskalkulie Schuld?
Der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie, rät Eltern, deren Kinder massive Probleme beim Rechnen haben, eine frühzeitige Testung und Förderung.
Hannover, 29.01.2010
Viele Schülerinnen und Schüler erhalten in diesen Tagen die Halbjahreszeugnisse. Bei einigen ist die Sorge groß, weil die Note im Fach Mathematik mangelhaft oder ungenügend ist und die Versetzung zum Schuljahresende stark gefährdet.
"Wir haben mindestens 2 Stunden täglich geübt und keinerlei Verbesserung erreicht", so Nikos Mutter. Niko ist jetzt in der 2. Klasse und hat keine Vorstellung, was sich hinter Zahlen und Rechenoperationen verbirgt. Er kann sich auch nicht mündlich am Unterricht beteiligen, weil ihm jegliches Verständnis für die Mathematik fehlt. Auch die Gespräche mit der Mathematiklehrerin führten nicht weiter, außer der Empfehlung, eine Förderschule in Betracht zu ziehen, da man Niko bei seiner massiven Rechenschwäche in der Grundschule nicht helfen könne.
"In meiner Verzweiflung habe ich mich an die Beratung des BVL gewendet und dort erfahren, dass eventuell eine Dyskalkulie vorliegt. Eine Diagnose beim Kinder- und Jugendpsychiater wurde uns angeraten", berichtet Nikos Mutter. "Die Diagnose Dyskalkulie ist für Niko und uns eine Erleichterung, weil wir endlich wissen, was die Ursache für die Probleme ist. Wir verstehen erst jetzt, dass wir mit dem vielen häuslichen Üben Niko mehr geschadet als geholfen haben. Niko bekommt jetzt eine außerschulische Dyskalkulietherapie und macht gute Fortschritte", so Nikos Mutter.
Von einer Dyskalkulie (Rechenstörung) sind ca. 5-6% aller Menschen betroffen. Lehrer und Eltern wissen leider noch immer nicht ausreichend darüber Bescheid, was sich hinter einer Dyskalkulie verbirgt und wie mit dieser Störung umgegangen werden muss. Dabei kann eine frühzeitige fachkompetente Diagnose und Therapie wirksam helfen. In einer Einzelförderung wird dem Schüler ein Mengen- und Zahlenverständnis vermittelt und dann erste Rechenoperationen durchgeführt. Es kann so mit qualifizierter Unterstützung eine gute Absicherung der mathematischen Fertigkeiten erreicht werden. Der BVL weist darauf hin, wie wichtig die Dyskalkulietherapie ist, da sich die Störung nicht nur schulisch auswirkt, sondern auch bei vielen Dingen des praktischen Lebens. Schule und Elternhaus sind so gefordert, möglichst frühzeitig zu intervenieren, um nachhaltig den Weg durch die Schule, Ausbildung und Beruf zu unterstützen.
Der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie, rät Eltern, deren Kinder massive Probleme beim Rechnen haben, eine frühzeitige Testung und Förderung.
Hannover, 29.01.2010
Viele Schülerinnen und Schüler erhalten in diesen Tagen die Halbjahreszeugnisse. Bei einigen ist die Sorge groß, weil die Note im Fach Mathematik mangelhaft oder ungenügend ist und die Versetzung zum Schuljahresende stark gefährdet.
"Wir haben mindestens 2 Stunden täglich geübt und keinerlei Verbesserung erreicht", so Nikos Mutter. Niko ist jetzt in der 2. Klasse und hat keine Vorstellung, was sich hinter Zahlen und Rechenoperationen verbirgt. Er kann sich auch nicht mündlich am Unterricht beteiligen, weil ihm jegliches Verständnis für die Mathematik fehlt. Auch die Gespräche mit der Mathematiklehrerin führten nicht weiter, außer der Empfehlung, eine Förderschule in Betracht zu ziehen, da man Niko bei seiner massiven Rechenschwäche in der Grundschule nicht helfen könne.
"In meiner Verzweiflung habe ich mich an die Beratung des BVL gewendet und dort erfahren, dass eventuell eine Dyskalkulie vorliegt. Eine Diagnose beim Kinder- und Jugendpsychiater wurde uns angeraten", berichtet Nikos Mutter. "Die Diagnose Dyskalkulie ist für Niko und uns eine Erleichterung, weil wir endlich wissen, was die Ursache für die Probleme ist. Wir verstehen erst jetzt, dass wir mit dem vielen häuslichen Üben Niko mehr geschadet als geholfen haben. Niko bekommt jetzt eine außerschulische Dyskalkulietherapie und macht gute Fortschritte", so Nikos Mutter.
Von einer Dyskalkulie (Rechenstörung) sind ca. 5-6% aller Menschen betroffen. Lehrer und Eltern wissen leider noch immer nicht ausreichend darüber Bescheid, was sich hinter einer Dyskalkulie verbirgt und wie mit dieser Störung umgegangen werden muss. Dabei kann eine frühzeitige fachkompetente Diagnose und Therapie wirksam helfen. In einer Einzelförderung wird dem Schüler ein Mengen- und Zahlenverständnis vermittelt und dann erste Rechenoperationen durchgeführt. Es kann so mit qualifizierter Unterstützung eine gute Absicherung der mathematischen Fertigkeiten erreicht werden. Der BVL weist darauf hin, wie wichtig die Dyskalkulietherapie ist, da sich die Störung nicht nur schulisch auswirkt, sondern auch bei vielen Dingen des praktischen Lebens. Schule und Elternhaus sind so gefordert, möglichst frühzeitig zu intervenieren, um nachhaltig den Weg durch die Schule, Ausbildung und Beruf zu unterstützen.
Der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie, sieht dringenden Handlungsbedarf an den Schulen, um die rechtlichen Ansprüche aus der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.
Hannover, 21.12.2009 "So lange wir noch dagegen kämpfen müssen, dass ein Nachteilsausgleich an den Schulen als Bevorzugung angesehen wird, stehen wir bildungspolitisch noch ganz am Anfang der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland", sagt Annette Höinghaus, Pressesprecherin des BVL. Pädagogen sind in den meisten Fällen nicht über den Rechtsanspruch auf Nachteilsausgleich für SchülerInnen mit Behinderungen informiert, obwohl die nach ICD-10 klassifizierte Lese-/Rechtschreibstörung oder Rechenstörung als Behinderung eingestuft werden muss.
Viele Eltern tun sich schwer, neben der Stigmatisierung "Legasthenie oder Dyskalkulie" auch noch von einer Behinderung zu sprechen. Dabei werden die betroffenen Kinder erst durch den fehlenden Nachteilsausgleich in der Schule zu "Behinderten" gemacht, weil man sie daran hindert, ihre fachliche Kompetenz zeigen zu können. "Für einen Brillenträger ist die Brille der Nachteilsausgleich und für Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie z.B. technische Hilfsmittel, Zeitverlängerung oder andere Maßnahmen. Die Prüfungsbedingungen müssen so angepasst werden, dass ihr individueller Nachteil ausgeglichen wird. Damit erfolgt keine Bevorzugung, sondern der Nachteilsausgleich soll so gut wie möglich das Handicap ausgleichen", erklärt Höinghaus.
Von einer Legasthenie (Lese-/Rechtschreibstörung) oder Dyskalkulie (Rechenstörung) sind ca. 5-6 % aller Schülerinnen und Schüler betroffen. Trotz einer guten allgemeinen Begabung kommt es zu starken Beeinträchtigungen beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen. Für die meisten betroffenen SchülerInnen bedeutet eine Legasthenie oder Dyskalkulie eine massive Beeinträchtigung bei Prüfungen und damit eines erfolgreichen Schulabschlusses.
Obwohl im Dezember 2006 das Regelwerk der UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet und im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, fehlt bis heute die praktische Umsetzung. Die Länder sind gefordert, einen Aktionsplan zu entwickeln, um das Regelwerk mit Leben zu füllen. Die Benachteiligung von SchülerInnen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie, die wegen des fehlenden Nachteilsausgleichs noch immer daran gehindert werden, einen begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen, wurde in einigen Bundesländern nur ansatzweise bzw. gar nicht ausgeglichen. Der BVL fordert eine zügige Umsetzung, um den betroffenen SchülerInnen eine Chancengleichheit in unserem Bildungssystem zu geben.
Hannover, 21.12.2009 "So lange wir noch dagegen kämpfen müssen, dass ein Nachteilsausgleich an den Schulen als Bevorzugung angesehen wird, stehen wir bildungspolitisch noch ganz am Anfang der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland", sagt Annette Höinghaus, Pressesprecherin des BVL. Pädagogen sind in den meisten Fällen nicht über den Rechtsanspruch auf Nachteilsausgleich für SchülerInnen mit Behinderungen informiert, obwohl die nach ICD-10 klassifizierte Lese-/Rechtschreibstörung oder Rechenstörung als Behinderung eingestuft werden muss.
Viele Eltern tun sich schwer, neben der Stigmatisierung "Legasthenie oder Dyskalkulie" auch noch von einer Behinderung zu sprechen. Dabei werden die betroffenen Kinder erst durch den fehlenden Nachteilsausgleich in der Schule zu "Behinderten" gemacht, weil man sie daran hindert, ihre fachliche Kompetenz zeigen zu können. "Für einen Brillenträger ist die Brille der Nachteilsausgleich und für Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie z.B. technische Hilfsmittel, Zeitverlängerung oder andere Maßnahmen. Die Prüfungsbedingungen müssen so angepasst werden, dass ihr individueller Nachteil ausgeglichen wird. Damit erfolgt keine Bevorzugung, sondern der Nachteilsausgleich soll so gut wie möglich das Handicap ausgleichen", erklärt Höinghaus.
Von einer Legasthenie (Lese-/Rechtschreibstörung) oder Dyskalkulie (Rechenstörung) sind ca. 5-6 % aller Schülerinnen und Schüler betroffen. Trotz einer guten allgemeinen Begabung kommt es zu starken Beeinträchtigungen beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen. Für die meisten betroffenen SchülerInnen bedeutet eine Legasthenie oder Dyskalkulie eine massive Beeinträchtigung bei Prüfungen und damit eines erfolgreichen Schulabschlusses.
Obwohl im Dezember 2006 das Regelwerk der UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet und im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, fehlt bis heute die praktische Umsetzung. Die Länder sind gefordert, einen Aktionsplan zu entwickeln, um das Regelwerk mit Leben zu füllen. Die Benachteiligung von SchülerInnen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie, die wegen des fehlenden Nachteilsausgleichs noch immer daran gehindert werden, einen begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen, wurde in einigen Bundesländern nur ansatzweise bzw. gar nicht ausgeglichen. Der BVL fordert eine zügige Umsetzung, um den betroffenen SchülerInnen eine Chancengleichheit in unserem Bildungssystem zu geben.
Berliner Fortbildungsinitiative zur Prävention von Rechenstörungen - 2000 Lehrer werden fortgebildet, um Kinder besser helfen zu können
Berlin, 16.10.2009 Als weitere Hilfe zur Verringerung von Rechenstörungen bei Berlins Schülerinnen und Schülern hat Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner eine verbindliche schuljahresbegleitende Fortbildungsmaßnahme für Lehrerinnen und Lehrer aller Berliner Grundschulen, die in der Schulanfangsphase Mathematik unterrichten, ins Leben gerufen. Da spätestens im Anfangsunterricht die Weichen für einen langfristigen Schulerfolg auch im mathematischen Bereich gestellt werden, richtet sich diese Fortbildungsmaßnahme an alle Lehrkräfte, die in der Schulanfangsphase der Berliner Grundschulen Mathematik unterrichten.
Senator Zöllner: "Die Fortbildungsinitiative ist ein effektives Mittel, um das Auftreten von Rechenschwäche bei Kindern dauerhaft zu vermeiden. Ziel ist es, die Qualität des mathematischen Anfangsunterrichts noch weiter zu verbessern."
Organisatorisches:
Jede Grundschule stellt je nach Größe der Schule ein Team von 3 bis 5 Lehrkräften zusammen, das die Inhalte anschließend in den Fachkonferenzen der Schule weiter verbreitet.
Diese etwa 2.000 Lehrkräfte werden in zwei Jahren in Gruppen von etwa 25 Personen fortgebildet. Pro Schuljahr finden 40 ganztägige Fortbildungen und 40 Nachmittagsveranstaltungen statt.
Für jeden Teilnehmer gliedert sich die Fortbildung in drei Teile:
-eine kompakte ganztägige Veranstaltung in der Zeitspanne von Oktober bis Januar,
-begleitendes Weiterlernen mit vertiefenden Inhalten auf einer Onlineplattform
-und eine Nachmittagsveranstaltung im letzten Drittel des Schuljahres.
Das Anmeldeformular ist allen Schulen mit Informationsschreiben zu den AV Rechenstörungen, Ort, Zeit und zuständigen Referenten der Veranstaltung im Juli 2009 zugegangen.
Die Veranstaltungsreihe hat am 7. Oktober 2009 mit den ersten beiden von insgesamt etwa 160 Fortbildungsterminen in zwei Schuljahren mit 80 ganztägigen Veranstaltungen und 80 Nachmittagsveranstaltungen begonnen.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Das verfestigte zählende Rechnen gilt als Hauptsymptom für Rechenstörungen. Die Erarbeitung nichtzählender Rechenstrategien und die rechtzeitige Förderung der Überwindung bloßen Abzählrechnens sind die zentralen Gegenstände der Fortbildungsmaßnahme. Das Erkennen von zählenden Rechnern im Unterricht und im Zuge der individuellen Förderung gehören auch dazu. Inhalte sind daher, durch Veranschauungsmaterialien Rechenstrategien zu entwickeln und Unterstützungsbedarf schnell zu erkennen.
Berlin, 16.10.2009 Als weitere Hilfe zur Verringerung von Rechenstörungen bei Berlins Schülerinnen und Schülern hat Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner eine verbindliche schuljahresbegleitende Fortbildungsmaßnahme für Lehrerinnen und Lehrer aller Berliner Grundschulen, die in der Schulanfangsphase Mathematik unterrichten, ins Leben gerufen. Da spätestens im Anfangsunterricht die Weichen für einen langfristigen Schulerfolg auch im mathematischen Bereich gestellt werden, richtet sich diese Fortbildungsmaßnahme an alle Lehrkräfte, die in der Schulanfangsphase der Berliner Grundschulen Mathematik unterrichten.
Senator Zöllner: "Die Fortbildungsinitiative ist ein effektives Mittel, um das Auftreten von Rechenschwäche bei Kindern dauerhaft zu vermeiden. Ziel ist es, die Qualität des mathematischen Anfangsunterrichts noch weiter zu verbessern."
Organisatorisches:
Jede Grundschule stellt je nach Größe der Schule ein Team von 3 bis 5 Lehrkräften zusammen, das die Inhalte anschließend in den Fachkonferenzen der Schule weiter verbreitet.
Diese etwa 2.000 Lehrkräfte werden in zwei Jahren in Gruppen von etwa 25 Personen fortgebildet. Pro Schuljahr finden 40 ganztägige Fortbildungen und 40 Nachmittagsveranstaltungen statt.
Für jeden Teilnehmer gliedert sich die Fortbildung in drei Teile:
-eine kompakte ganztägige Veranstaltung in der Zeitspanne von Oktober bis Januar,
-begleitendes Weiterlernen mit vertiefenden Inhalten auf einer Onlineplattform
-und eine Nachmittagsveranstaltung im letzten Drittel des Schuljahres.
Das Anmeldeformular ist allen Schulen mit Informationsschreiben zu den AV Rechenstörungen, Ort, Zeit und zuständigen Referenten der Veranstaltung im Juli 2009 zugegangen.
Die Veranstaltungsreihe hat am 7. Oktober 2009 mit den ersten beiden von insgesamt etwa 160 Fortbildungsterminen in zwei Schuljahren mit 80 ganztägigen Veranstaltungen und 80 Nachmittagsveranstaltungen begonnen.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Das verfestigte zählende Rechnen gilt als Hauptsymptom für Rechenstörungen. Die Erarbeitung nichtzählender Rechenstrategien und die rechtzeitige Förderung der Überwindung bloßen Abzählrechnens sind die zentralen Gegenstände der Fortbildungsmaßnahme. Das Erkennen von zählenden Rechnern im Unterricht und im Zuge der individuellen Förderung gehören auch dazu. Inhalte sind daher, durch Veranschauungsmaterialien Rechenstrategien zu entwickeln und Unterstützungsbedarf schnell zu erkennen.
Hannover, 25.02.2009 In diesem Jahr wird der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V., 35 Jahre alt und widmet das Jahr 2009 der Jugend. "Wir möchten in diesem Jahr die Kids und Teens in den Mittelpunkt stellen, damit sie ihre Stärken zeigen können. In der Schule und Gesellschaft werden Legastheniker und Dyskalkuliker oftmals als minderbegabt oder faul gesehen und wir wollen helfen, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen", so Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.
Der BVL will Jugendlichen die Chance geben, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, in dem sie einen Jugendvorstand bilden und Projekte initiieren, wo sie ihre Stärken einbringen können. "Ich finde es zwar gut, wie sich unsere Eltern für uns engagieren, aber wir jungen Leute haben einen anderen Blickwinkel. Wir haben schon viele Ideen, wie wir noch besser auf uns aufmerksam machen können, um einfach mehr Akzeptanz zu bekommen", berichtet Markus (20). "Es gibt bereits eine Gruppe von Jugendlichen, die sich riesig darauf freut, mal zu zeigen, was in ihnen steckt!"
Die Schulen bieten bis heute keine ausreichenden Möglichkeiten, um die betroffenen Jugendlichen zu stärken. Der Rechtschreib- oder Rechenkompetenz wird zu viel Gewicht beigemessen und die Schülerinnen und Schüler scheitern deshalb oftmals an einem begabungsgerechten Schulabschluss. Ca. 10 % aller Schülerinnen und Schüler sind von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen und so besteht hoher Handlungsbedarf, diese Kinder fürs Leben zu stärken. "Wenn man täglich mit seinen Schwächen konfrontiert wird und diese Schwächen auch noch dazu führen, dass man keinen guten Schulabschluss erhält, dann geht man auch nicht gestärkt ins Berufsleben. Nur wer selber an sich glaubt und seine Stärken kennt, der wird auch beruflich erfolgreich sein. Wir wollen starke Kids und Teens – deshalb haben wir Vertrauen in die Jugend und übertragen ihnen anspruchsvolle Aufgaben im Verbandsmanagement", sagt die Bundesvorsitzende.
Auf der Homepage des BVL unter www.bvl-legasthenie.de gibt es einen Wunschzettel für Jugendliche, über den alle Jugendlichen aufgerufen sind, ihre Ideen oder Mitarbeit einzubringen.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.
Annette Höinghaus
Tel. 04193/965602
Fax: 04193/969304
hoeinghaus@bvl-legasthenie.de
Der BVL will Jugendlichen die Chance geben, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, in dem sie einen Jugendvorstand bilden und Projekte initiieren, wo sie ihre Stärken einbringen können. "Ich finde es zwar gut, wie sich unsere Eltern für uns engagieren, aber wir jungen Leute haben einen anderen Blickwinkel. Wir haben schon viele Ideen, wie wir noch besser auf uns aufmerksam machen können, um einfach mehr Akzeptanz zu bekommen", berichtet Markus (20). "Es gibt bereits eine Gruppe von Jugendlichen, die sich riesig darauf freut, mal zu zeigen, was in ihnen steckt!"
Die Schulen bieten bis heute keine ausreichenden Möglichkeiten, um die betroffenen Jugendlichen zu stärken. Der Rechtschreib- oder Rechenkompetenz wird zu viel Gewicht beigemessen und die Schülerinnen und Schüler scheitern deshalb oftmals an einem begabungsgerechten Schulabschluss. Ca. 10 % aller Schülerinnen und Schüler sind von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen und so besteht hoher Handlungsbedarf, diese Kinder fürs Leben zu stärken. "Wenn man täglich mit seinen Schwächen konfrontiert wird und diese Schwächen auch noch dazu führen, dass man keinen guten Schulabschluss erhält, dann geht man auch nicht gestärkt ins Berufsleben. Nur wer selber an sich glaubt und seine Stärken kennt, der wird auch beruflich erfolgreich sein. Wir wollen starke Kids und Teens – deshalb haben wir Vertrauen in die Jugend und übertragen ihnen anspruchsvolle Aufgaben im Verbandsmanagement", sagt die Bundesvorsitzende.
Auf der Homepage des BVL unter www.bvl-legasthenie.de gibt es einen Wunschzettel für Jugendliche, über den alle Jugendlichen aufgerufen sind, ihre Ideen oder Mitarbeit einzubringen.
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Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.
Annette Höinghaus
Tel. 04193/965602
Fax: 04193/969304
hoeinghaus@bvl-legasthenie.de
Hannover, 28.01.2009 Bis heute wissen viele Menschen nicht, dass es eine Rechenstörung (Dyskalkulie) gibt. Der BVL (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.) weist darauf hin, dass circa 5 bis 6 Prozent aller Kinder eine Dyskalkulie haben. Die Lernstörung führt oftmals dazu, dass kein begabungsgerechter Schulabschluss erreicht wird.
Unvorstellbar, aber Laura weiß nicht, ob 9 Äpfel mehr als 4 Äpfel sind. Nur mit Hilfe ihrer Finger kann sie die Frage der Lehrerin richtig beantworten. Laura ist in der 1. Klasse. Der Rechenunterricht ist für sie unerträglich, denn sie kann dem Unterricht nicht folgen. Das Problem hat sich für sie verschärft, seitdem sie den 10er-Zahlenraum verlassen haben und die Finger zum Abzählen nicht mehr ausreichen. Ihre Lehrerin gibt ihr Übungsaufgaben mit nach Hause und bittet darum, mit Laura intensiv zu üben. "Laura war immer ein aufgewecktes Kind und hat sich gut entwickelt. Ich habe aber das Gefühl, dass es bei unserer Tochter ein besonderes Problem gibt, warum sie sich mit Zahlen so schwer tut", berichtet Lauras Mutter.
Bis heute wissen viele Menschen nicht, dass es eine Rechenstörung (Dyskalkulie) gibt. Der BVL - Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. - weist darauf hin, dass circa 5 bis 6 Prozent aller Kinder eine Dyskalkulie haben. Die Lernstörung führt oftmals dazu, dass kein begabungsgerechter Schulabschluss erreicht wird. Dyskalkuliker haben keinerlei Bezug zu Mengen, Entfernungen oder Gewichten. Die Rechenoperationen bleiben für sie ein Geheimnis.
Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Gehirnareal, in dem das Rechnen und Zahlenverarbeiten erfolgt, vom Kleinkindesalter an zunehmend aktiviert wird. Dieser Entwicklungsprozess ist bei Kindern mit Dyskalkulie gestört. Nur durch gezielte Fördermaßnahmen kann den betroffenen Kindern geholfen werden. "Die Empfehlung der Lehrer, mit dem Kind intensiver die Grundrechenarten zu üben, hilft dem betroffenen Kind gar nicht. Eltern sollten sich frühzeitig fachkompetente Hilfe suchen und eine Dyskalkulietherapie einleiten, denn nur so kann großes Leid erspart werden. Leider sind die Schulen bis heute mit diesem Problem und im Umgang mit diesen Kindern überfordert, denn es gibt dafür weder ausgebildete Lehrer, noch der Problematik angemessenen Förderunterricht", so Dr. Christiane Löwe vom Bundesvorstand des BVL. Qualifizierte Erstberatung zum Thema Dyskalkulie erhalten Eltern über das Beratungstelefon des BVL (Hotline: 0700 31 87 38 11) oder die Landesverbände.
Weitere Informationen über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter www.bvl-legasthenie.de abrufbar.
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Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.
Annette Höinghaus
Tel. 04193/965602
Fax: 04193/969304
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Unvorstellbar, aber Laura weiß nicht, ob 9 Äpfel mehr als 4 Äpfel sind. Nur mit Hilfe ihrer Finger kann sie die Frage der Lehrerin richtig beantworten. Laura ist in der 1. Klasse. Der Rechenunterricht ist für sie unerträglich, denn sie kann dem Unterricht nicht folgen. Das Problem hat sich für sie verschärft, seitdem sie den 10er-Zahlenraum verlassen haben und die Finger zum Abzählen nicht mehr ausreichen. Ihre Lehrerin gibt ihr Übungsaufgaben mit nach Hause und bittet darum, mit Laura intensiv zu üben. "Laura war immer ein aufgewecktes Kind und hat sich gut entwickelt. Ich habe aber das Gefühl, dass es bei unserer Tochter ein besonderes Problem gibt, warum sie sich mit Zahlen so schwer tut", berichtet Lauras Mutter.
Bis heute wissen viele Menschen nicht, dass es eine Rechenstörung (Dyskalkulie) gibt. Der BVL - Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. - weist darauf hin, dass circa 5 bis 6 Prozent aller Kinder eine Dyskalkulie haben. Die Lernstörung führt oftmals dazu, dass kein begabungsgerechter Schulabschluss erreicht wird. Dyskalkuliker haben keinerlei Bezug zu Mengen, Entfernungen oder Gewichten. Die Rechenoperationen bleiben für sie ein Geheimnis.
Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Gehirnareal, in dem das Rechnen und Zahlenverarbeiten erfolgt, vom Kleinkindesalter an zunehmend aktiviert wird. Dieser Entwicklungsprozess ist bei Kindern mit Dyskalkulie gestört. Nur durch gezielte Fördermaßnahmen kann den betroffenen Kindern geholfen werden. "Die Empfehlung der Lehrer, mit dem Kind intensiver die Grundrechenarten zu üben, hilft dem betroffenen Kind gar nicht. Eltern sollten sich frühzeitig fachkompetente Hilfe suchen und eine Dyskalkulietherapie einleiten, denn nur so kann großes Leid erspart werden. Leider sind die Schulen bis heute mit diesem Problem und im Umgang mit diesen Kindern überfordert, denn es gibt dafür weder ausgebildete Lehrer, noch der Problematik angemessenen Förderunterricht", so Dr. Christiane Löwe vom Bundesvorstand des BVL. Qualifizierte Erstberatung zum Thema Dyskalkulie erhalten Eltern über das Beratungstelefon des BVL (Hotline: 0700 31 87 38 11) oder die Landesverbände.
Weitere Informationen über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter www.bvl-legasthenie.de abrufbar.
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hoeinghaus@bvl-legasthenie.de

