Schwerin, 17.08.2010 "Das neue Schuljahr ist gut vorbereitet, die Unterrichtsversorgung steht." Dieses Fazit zog Bildungsminister Henry Tesch heute im Rahmen der Landespressekonferenz. Und auch sonst äußerte er sich optimistisch, beispielsweise, was die Umsetzung der neuen Strukturen zur Selbständigen Schule angeht, um im gleichen Atemzug darauf hinzuweisen, dass im Schulsystem strukturell nichts verändert wurde. "Wie denn nun? Will man da eigentlich fragen.", sagt Annett Lindner Landesvorsitzende der GEW M-V erstaunt.
"Natürlich wurden mit Einführung der Selbständigen Schule auch Strukturen innerhalb der Schule verändert. Und eine Veränderung des Systems, womöglich zurück in die strenge Dreigliedrigkeit stand gar nicht zur Debatte." Insofern sei ein Hinweis darauf mehr als überflüssig, ergänzt Annett Lindner. Doch dies ist längst nicht alles, was verwunderlich an der Meldung aus dem Bildungsministerium ist, betont die Landeschefin der Bildungsgewerkschaft.
So rief u.a. die Umstellung auf die schülerbezogene Mittelzuweisung eine starke Kritik an den betroffenen Schulen hervor, gleiches gilt für die Honorierung besonderer Lehrerleistungen. Außerdem klinge es fast wie Hohn, wenn das Erreichen eines Schulabschlusses für alle Schülerinnen und Schüler als besonderes Ziel in der Schule definiert sei. Darüber hinaus betont Bildungsminister Henry Tesch, dass ihm an einer nachhaltigen und besonnenen Arbeit in den Schulen gelegen sei: "Das war in der bisherigen Legislaturperiode leider wenig spürbar. Ständig gab es Neuerungen, deren Umsetzung im Vorfeld nur selten auch zu Ende gedacht wurde.", sagt Annett Lindner und verweist in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Umstellungen in der Ausbildung der Referendare und im Förderschulsystem, die durch die GEW M-V deshalb kritisiert wurden.
"Natürlich wurden mit Einführung der Selbständigen Schule auch Strukturen innerhalb der Schule verändert. Und eine Veränderung des Systems, womöglich zurück in die strenge Dreigliedrigkeit stand gar nicht zur Debatte." Insofern sei ein Hinweis darauf mehr als überflüssig, ergänzt Annett Lindner. Doch dies ist längst nicht alles, was verwunderlich an der Meldung aus dem Bildungsministerium ist, betont die Landeschefin der Bildungsgewerkschaft.
So rief u.a. die Umstellung auf die schülerbezogene Mittelzuweisung eine starke Kritik an den betroffenen Schulen hervor, gleiches gilt für die Honorierung besonderer Lehrerleistungen. Außerdem klinge es fast wie Hohn, wenn das Erreichen eines Schulabschlusses für alle Schülerinnen und Schüler als besonderes Ziel in der Schule definiert sei. Darüber hinaus betont Bildungsminister Henry Tesch, dass ihm an einer nachhaltigen und besonnenen Arbeit in den Schulen gelegen sei: "Das war in der bisherigen Legislaturperiode leider wenig spürbar. Ständig gab es Neuerungen, deren Umsetzung im Vorfeld nur selten auch zu Ende gedacht wurde.", sagt Annett Lindner und verweist in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Umstellungen in der Ausbildung der Referendare und im Förderschulsystem, die durch die GEW M-V deshalb kritisiert wurden.
Zum zweiten Mal startet Verfahren zur Lehrereinstellung in Baden-Württemberg im November/ gute Erfahrung im letzten Jahr - Kultusminister Helmut Rau: Unser Ziel ist es, eine große Anzahl von Bewerbern frühzeitig zu binden
Stuttgart, 13.11.2009 Zum zweiten Mal wird das Verfahren zur Lehrereinstellung in Baden-Württemberg bereits im November gestartet. Im Internet sind rund 1 200 Lehrerstellen für die allgemein bildenden Gymnasien und rund 500 für die Beruflichen Schulen ausgeschrieben. In beiden Schularten ist der Bedarf besonders hoch. Weitere Etappen der Lehrereinstellung folgen im Februar und im Frühjahr. Ingesamt werden voraussichtlich über 5 000 Lehrkräfte für das Schuljahr 2010/2011 eingestellt.
"Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der frühen Ausschreibung von Lehrerstellen im letzten Jahr gemacht. Das Einstellungsverfahren wurde damit optimiert und an die neuen Anforderungen durch die Qualitätsoffensive Bildung angepasst. Damit verfolgen wir das Ziel, eine große Zahl an Lehramtsbewerbern möglichst frühzeitig zu binden. Einstellungszusagen werden noch in diesem Jahr vergeben", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL. Die Stellen sind im Zeitraum vom 16. bis 24. November 2009 schulbezogen im Lehrereinstellungsportal des Kultusministeriums ausgeschrieben. Damit können Lehrkräfte gezielt für bestimmte Schulprofile, Engpassfächer und für bestimmte Regionen gewonnen werden. Die noch zurückbehaltenen Stellen dienen einer flexiblen Nachsteuerung und dem Ausgleich zwischen Schulen im Frühjahr 2010.
Bewerben können sich Referendare aus den Staatlichen Seminaren, bisher nicht eingestellte Lehrkräfte und geeignete Interessenten aus anderen Bundesländern. An den Beruflichen Schulen bilden allgemein bildende Mangelfächer wie Physik, Mathematik, Englisch sowie Deutsch und gewerblich-technische Mangelfächer den Schwerpunkt der Ausschreibung. Besonders die Bereiche Maschinenbautechnik und Elektro- und Informationstechnik sind gefragt. Außer Lehramtsbewerbern können auch berufserfahrene Ingenieure als Direkteinsteiger eingestellt werden. Im gymnasialen Bereich erstrecken sich die fachspezifischen Engpässe vorwiegend auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer sowie Latein und Spanisch. Für den ländlichen Raum werden jedoch auch in den anderen Fächern Bewerberinnen und Bewerber gesucht. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber erhalten in der Regel vor den Weihnachtsferien 2009 die Zusage, dass sie in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg zum September 2010 übernommen werden. Auch im Realschulbereich werden frühzeitig Lehrkräfte für das Schuljahr 2010/2011 verpflichtet. Noch vor Weihnachten 2009 werden in einem speziellen Listenverfahren Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt. Diese erhalten ebenfalls eine Einstellungszusage für das kommende Schuljahr.
Mit der Novemberausschreibung reagiert Baden-Württemberg nicht nur auf den deutlich gestiegenen Lehrerbedarf durch die Qualitätsoffensive Bildung, sondern auch auf den schärfer gewordenen Wettbewerb zwischen den Ländern um Lehrkräfte. "Mit den frühen Einstellungszusagen erhalten hier sowohl qualifizierte Bewerber als auch Schulen schnell Planungssicherheit", sagte Rau. Durch die stark sinkende Zahl der Schülerinnen und Schüler würden in den nächsten Jahren in erheblichem Umfang Lehrerstellen frei. Diese demografische Rendite fließt nicht in den Landeshaushalt, sondern verbleibt im Bildungssystem. "Wir nutzen die Spielräume, um die Rahmenbedingungen für Schule und Unterricht gezielt und spürbar zu verbessern", betonte der Kultusminister.
Hinweis an die Redaktionen: Die Stellenangebote und Details zum Bewerbungsverfahren finden sich unter: www.lehrereinstellung-bw.de
Stuttgart, 13.11.2009 Zum zweiten Mal wird das Verfahren zur Lehrereinstellung in Baden-Württemberg bereits im November gestartet. Im Internet sind rund 1 200 Lehrerstellen für die allgemein bildenden Gymnasien und rund 500 für die Beruflichen Schulen ausgeschrieben. In beiden Schularten ist der Bedarf besonders hoch. Weitere Etappen der Lehrereinstellung folgen im Februar und im Frühjahr. Ingesamt werden voraussichtlich über 5 000 Lehrkräfte für das Schuljahr 2010/2011 eingestellt.
"Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der frühen Ausschreibung von Lehrerstellen im letzten Jahr gemacht. Das Einstellungsverfahren wurde damit optimiert und an die neuen Anforderungen durch die Qualitätsoffensive Bildung angepasst. Damit verfolgen wir das Ziel, eine große Zahl an Lehramtsbewerbern möglichst frühzeitig zu binden. Einstellungszusagen werden noch in diesem Jahr vergeben", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL. Die Stellen sind im Zeitraum vom 16. bis 24. November 2009 schulbezogen im Lehrereinstellungsportal des Kultusministeriums ausgeschrieben. Damit können Lehrkräfte gezielt für bestimmte Schulprofile, Engpassfächer und für bestimmte Regionen gewonnen werden. Die noch zurückbehaltenen Stellen dienen einer flexiblen Nachsteuerung und dem Ausgleich zwischen Schulen im Frühjahr 2010.
Bewerben können sich Referendare aus den Staatlichen Seminaren, bisher nicht eingestellte Lehrkräfte und geeignete Interessenten aus anderen Bundesländern. An den Beruflichen Schulen bilden allgemein bildende Mangelfächer wie Physik, Mathematik, Englisch sowie Deutsch und gewerblich-technische Mangelfächer den Schwerpunkt der Ausschreibung. Besonders die Bereiche Maschinenbautechnik und Elektro- und Informationstechnik sind gefragt. Außer Lehramtsbewerbern können auch berufserfahrene Ingenieure als Direkteinsteiger eingestellt werden. Im gymnasialen Bereich erstrecken sich die fachspezifischen Engpässe vorwiegend auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer sowie Latein und Spanisch. Für den ländlichen Raum werden jedoch auch in den anderen Fächern Bewerberinnen und Bewerber gesucht. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber erhalten in der Regel vor den Weihnachtsferien 2009 die Zusage, dass sie in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg zum September 2010 übernommen werden. Auch im Realschulbereich werden frühzeitig Lehrkräfte für das Schuljahr 2010/2011 verpflichtet. Noch vor Weihnachten 2009 werden in einem speziellen Listenverfahren Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt. Diese erhalten ebenfalls eine Einstellungszusage für das kommende Schuljahr.
Mit der Novemberausschreibung reagiert Baden-Württemberg nicht nur auf den deutlich gestiegenen Lehrerbedarf durch die Qualitätsoffensive Bildung, sondern auch auf den schärfer gewordenen Wettbewerb zwischen den Ländern um Lehrkräfte. "Mit den frühen Einstellungszusagen erhalten hier sowohl qualifizierte Bewerber als auch Schulen schnell Planungssicherheit", sagte Rau. Durch die stark sinkende Zahl der Schülerinnen und Schüler würden in den nächsten Jahren in erheblichem Umfang Lehrerstellen frei. Diese demografische Rendite fließt nicht in den Landeshaushalt, sondern verbleibt im Bildungssystem. "Wir nutzen die Spielräume, um die Rahmenbedingungen für Schule und Unterricht gezielt und spürbar zu verbessern", betonte der Kultusminister.
Hinweis an die Redaktionen: Die Stellenangebote und Details zum Bewerbungsverfahren finden sich unter: www.lehrereinstellung-bw.de
Während Mathematiklehrer händeringend gesucht werden, sehen sich Deutschlehrer schon wieder mit dem Gespenst drohender Arbeitslosigkeit konfrontiert - Philologenverband: Jetzt integrierte Lehrerreserve an Bayerns Gymnasien aufbauen!
München, 28.07.2009 Waren im zu Ende gehenden Schuljahr Lehrkräfte aller Fächerkombinationen gesucht, geht die Schere auf dem Arbeitsmarkt für Gymnasiallehrer jetzt auseinander: "Ausgebildete Lehrer für Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer sind an vielen Gymnasien heißbegehrte Mangel´ware´. Dagegen geht selbst unter Deutschlehrern mit gutem Examen schon wieder das Gespenst der drohenden Arbeitslosigkeit um", beschreibt Max Schmidt, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv), die aktuelle Situation.
In den absoluten Zahlen erwartet der Philologenverband keine erhebliche Ausweitung, wohl aber eine weitere Verschiebung des Lehrermangels an den Gymnasien zuungunsten des mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichs. Den aktuellen Ersatzbedarf der Gymnasien aus bereits bestehender Unterversorgung, gestiegenen Schülerzahlen und anstehenden Pensionierungen beziffert der Philologenverband auf rund 2500 Lehrkräfte.
Vor diesem Hintergrund warnte der bpv-Vorsitzende die Politik davor, fatalistisch die Hände in den Schoß zu legen: "Natürlich lassen sich Mathematik- oder Biologielehrer nicht von heute auf morgen backen. Das soll aber kein Freibrief zur Untätigkeit sein: Der Bewerberüberhang an gut qualifizierten Deutsch-, Geschichts- und Sozialkundelehrern sollte nun endlich dazu genutzt werden, mit dem Aufbau einer integrierten Lehrerreserve an jeder Schule zu beginnen. Die Gymnasien brauchen diesen personellen Puffer, um flexibel auf kurz- und mittelfristige Schwankungen in der Unterrichtsversorgung reagieren zu können."
Wirtschaft soll Stipendien an zukünftige Lehrer von MINT-Fächern vergeben!
Schmidt bekräftigte die Forderung seines Verbandes nach einer gezielten Unterstützung von Lehramtsstudierenden der jetzigen Mangelfächer durch die Wirtschaft: "Mit Stipendien sollte die Wirtschaft einen deutlichen Anreiz für ein Lehramtsstudium in den "MINT-relevanten" Fächern Mathematik, Physik, Biologie und Chemie geben. Ein solches Engagement ist auch in ihrem ureigenen Interesse: Schließlich lassen sich nur durch einen qualifizierten Unterricht Schüler für ein Studium dieser Fächer begeistern."
Studiengebühren? – Nicht für Lehramtstudierende!
Erneut ins Spiel brachte Schmidt auch die Idee seines Verbandes, Lehramtsstudierenden die Studiengebühren zu erlassen: "Einerseits sucht der Staat händeringend Lehrkräfte, andererseits baut er mit den Studiengebühren unnötige Hürden vor einem Lehramtsstudium auf – das ist kaum vermittelbar und gehört geändert."
Wunsch an KM Dr. Spaenle: Fortsetzung des Kurses "erst denken, dann handeln"
An die Adresse von Kultusminister Dr. Spaenle gerichtet formulierte Schmidt abschließend den Wunsch seines Verbandes nach überlegten Fortentwicklungen in der bayerischen Schulpolitik: "Die Losung des Kultusministers ´Qualität vor Geschwindigkeit´ lässt sich mit ´erst denken, dann handeln` übersetzen. Wir Lehrer halten diese Vorgehensweise für vollkommen richtig. Die ersten schulpolitischen Entscheidungen der neuen Staatsregierung stimmen uns optimistisch, dass die Zeit ungenügend durchdachter Entscheidungen endgültig der Vergangenheit angehört. Von notorischen Kritikastern und verbissenen Systemumstürzlern sollte sich Herr Dr. Spaenle nicht davon abhalten lassen, den eingeschlagenen Weg im kommenden Schuljahr weiter zu verfolgen."
München, 28.07.2009 Waren im zu Ende gehenden Schuljahr Lehrkräfte aller Fächerkombinationen gesucht, geht die Schere auf dem Arbeitsmarkt für Gymnasiallehrer jetzt auseinander: "Ausgebildete Lehrer für Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer sind an vielen Gymnasien heißbegehrte Mangel´ware´. Dagegen geht selbst unter Deutschlehrern mit gutem Examen schon wieder das Gespenst der drohenden Arbeitslosigkeit um", beschreibt Max Schmidt, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv), die aktuelle Situation.
In den absoluten Zahlen erwartet der Philologenverband keine erhebliche Ausweitung, wohl aber eine weitere Verschiebung des Lehrermangels an den Gymnasien zuungunsten des mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichs. Den aktuellen Ersatzbedarf der Gymnasien aus bereits bestehender Unterversorgung, gestiegenen Schülerzahlen und anstehenden Pensionierungen beziffert der Philologenverband auf rund 2500 Lehrkräfte.
Vor diesem Hintergrund warnte der bpv-Vorsitzende die Politik davor, fatalistisch die Hände in den Schoß zu legen: "Natürlich lassen sich Mathematik- oder Biologielehrer nicht von heute auf morgen backen. Das soll aber kein Freibrief zur Untätigkeit sein: Der Bewerberüberhang an gut qualifizierten Deutsch-, Geschichts- und Sozialkundelehrern sollte nun endlich dazu genutzt werden, mit dem Aufbau einer integrierten Lehrerreserve an jeder Schule zu beginnen. Die Gymnasien brauchen diesen personellen Puffer, um flexibel auf kurz- und mittelfristige Schwankungen in der Unterrichtsversorgung reagieren zu können."
Wirtschaft soll Stipendien an zukünftige Lehrer von MINT-Fächern vergeben!
Schmidt bekräftigte die Forderung seines Verbandes nach einer gezielten Unterstützung von Lehramtsstudierenden der jetzigen Mangelfächer durch die Wirtschaft: "Mit Stipendien sollte die Wirtschaft einen deutlichen Anreiz für ein Lehramtsstudium in den "MINT-relevanten" Fächern Mathematik, Physik, Biologie und Chemie geben. Ein solches Engagement ist auch in ihrem ureigenen Interesse: Schließlich lassen sich nur durch einen qualifizierten Unterricht Schüler für ein Studium dieser Fächer begeistern."
Studiengebühren? – Nicht für Lehramtstudierende!
Erneut ins Spiel brachte Schmidt auch die Idee seines Verbandes, Lehramtsstudierenden die Studiengebühren zu erlassen: "Einerseits sucht der Staat händeringend Lehrkräfte, andererseits baut er mit den Studiengebühren unnötige Hürden vor einem Lehramtsstudium auf – das ist kaum vermittelbar und gehört geändert."
Wunsch an KM Dr. Spaenle: Fortsetzung des Kurses "erst denken, dann handeln"
An die Adresse von Kultusminister Dr. Spaenle gerichtet formulierte Schmidt abschließend den Wunsch seines Verbandes nach überlegten Fortentwicklungen in der bayerischen Schulpolitik: "Die Losung des Kultusministers ´Qualität vor Geschwindigkeit´ lässt sich mit ´erst denken, dann handeln` übersetzen. Wir Lehrer halten diese Vorgehensweise für vollkommen richtig. Die ersten schulpolitischen Entscheidungen der neuen Staatsregierung stimmen uns optimistisch, dass die Zeit ungenügend durchdachter Entscheidungen endgültig der Vergangenheit angehört. Von notorischen Kritikastern und verbissenen Systemumstürzlern sollte sich Herr Dr. Spaenle nicht davon abhalten lassen, den eingeschlagenen Weg im kommenden Schuljahr weiter zu verfolgen."
Artikel:
VBE fragt besorgt: Ist bei den meisten Lehrern das Frischesiegel wirklich schon abgelaufen?
Stuttgart, 19.07.2009 Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg bestätigt durch Inaugenscheinnahme, dass das, was eine EU-Studie zum Altersdurchschnitt der Lehrer herausgefunden hat, von der Statistik her zwar richtig ist, wehrt sich jedoch dagegen, dass Pädagogen aufgrund des Alters diskriminiert und deren Leistungen abgewertet werden. "Ab wann ist ein Lehrer unterhalb der Pensionsgrenze - die demnächst sogar angehoben werden soll(!) - zu alt zum Unterrichten?", fragt der VBE-Landesvorsitzende Rudolf Karg und versichert, dass das Alter der Pädagogen allein wohl kein wissenschaftlich haltbares Qualitätsmerkmal für eine gute oder schlechte Schule sei.
Bei der Vorstellung der jüngsten Studienergebnisse durch den EU-Bildungskommissar Ján Figel und Stanislav Ranguelov rückte das überdurchschnittlich hohe Alter deutscher Lehrkräfte wieder einmal in den Fokus der Berichterstattung. Der VBE wehrt sich dagegen, das Alter der Lehrer mit Unterrichtsqualität gleichzusetzen. "Es gibt geistig unbewegliche Dreißigjährige und hellwache, hoch motivierte Sechziger", stellt Karg fest. Moderner und erfolgreicher Unterricht sei keine Frage des Alters, sondern das Produkt einer guten Aus- und Fortbildung, der Einstellung, des Engagements und der Vorbereitung.
Während früher vor allem ältere Lehrkräfte mit entsprechender Erfahrung berufliche und gesellschaftliche Anerkennung fanden, gehöre man heute im Zeitalter des Jugendlichkeitswahns mit den ersten Falten schon fast zum alten Eisen, schimpft der VBE-Chef. Die Schulen benötigten keine "aufgehübschten Botox-Pädagogen", sondern solche mit Herz und Verstand, die die Kinder und Jugendlichen verstehen und ihnen helfen, eigenverantwortliche, mündige Bürger zu werden. Dabei spiele weniger das Alter der Lehrer eine Rolle als vielmehr deren Einstellung und wie sie von der Gesellschaft behandelt werden.
Natürlich sei es zwingend und dringend notwendig, dass junge Lehrkräfte in den Schuldienst eingestellt werden, ergänzt Karg, man sollte jedoch aufhören, lang gedienten Lehrern immer wieder vorzuhalten, dass ihr Frischesiegel abgelaufen sei und sie daher nicht mehr richtig für die Schule zu gebrauchen seien. Gedankenlose Menschen würden mitunter sogar von der "Vergreisung" der Kollegien sprechen, was älteren, von Schülern geachteten Lehrern sehr weh tun müsse.
Bei der Vorstellung der jüngsten Studienergebnisse durch den EU-Bildungskommissar Ján Figel und Stanislav Ranguelov rückte das überdurchschnittlich hohe Alter deutscher Lehrkräfte wieder einmal in den Fokus der Berichterstattung. Der VBE wehrt sich dagegen, das Alter der Lehrer mit Unterrichtsqualität gleichzusetzen. "Es gibt geistig unbewegliche Dreißigjährige und hellwache, hoch motivierte Sechziger", stellt Karg fest. Moderner und erfolgreicher Unterricht sei keine Frage des Alters, sondern das Produkt einer guten Aus- und Fortbildung, der Einstellung, des Engagements und der Vorbereitung.
Während früher vor allem ältere Lehrkräfte mit entsprechender Erfahrung berufliche und gesellschaftliche Anerkennung fanden, gehöre man heute im Zeitalter des Jugendlichkeitswahns mit den ersten Falten schon fast zum alten Eisen, schimpft der VBE-Chef. Die Schulen benötigten keine "aufgehübschten Botox-Pädagogen", sondern solche mit Herz und Verstand, die die Kinder und Jugendlichen verstehen und ihnen helfen, eigenverantwortliche, mündige Bürger zu werden. Dabei spiele weniger das Alter der Lehrer eine Rolle als vielmehr deren Einstellung und wie sie von der Gesellschaft behandelt werden.
Natürlich sei es zwingend und dringend notwendig, dass junge Lehrkräfte in den Schuldienst eingestellt werden, ergänzt Karg, man sollte jedoch aufhören, lang gedienten Lehrern immer wieder vorzuhalten, dass ihr Frischesiegel abgelaufen sei und sie daher nicht mehr richtig für die Schule zu gebrauchen seien. Gedankenlose Menschen würden mitunter sogar von der "Vergreisung" der Kollegien sprechen, was älteren, von Schülern geachteten Lehrern sehr weh tun müsse.
Lehrereinstellungen für kommendes Schuljahr auf gutem Weg
Kiel, 13.07.2009 Die landesweit zentralen Prüfungen zum Abitur sowie erstmals zum Realschul- und zum Hauptschulabschluss sind erfolgreich abgeschlossen. "Das Verfahren funktioniert und die Ergebnisse sind durchweg zufriedenstellend", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (13. Juli) in Kiel. "Anders als in anderen Bundesländern gab es keine Probleme mit Nachbesserungen von Benotungen, vorab bekannt gewordenen Aufgabenstellungen, technischen Pannen oder unlösbaren Aufgaben." Dazu habe auch beigetragen, dass die Aufgaben von Fachkommissionen erarbeitet und vor den Prüfungen auf ihre Eignung mit Schülerinnen und Schülern außerhalb Schleswig-Holsteins getestet wurden.
Sowohl für den Hauptschulabschluss als auch für den Realschulabschluss liegen die Durchschnittsnoten der drei Kernfächer jeweils zwischen 2,5 und 3,1 und damit im erwarteten Bereich, genauso wie der Anteil der nicht mehr ausreichenden Leistungen und der Umfang der Leistungsspitze. "Wir können also von einer gelungenen Premiere sprechen", so die Ministerin weiter. Beim Hauptschulabschluss (rund 13.000 Schülerinnen und Schüler) wurde im Fach Englisch mit 2,5 das beste Landesergebnis erzielt. Im Fach Mathematik beträgt die Durchschnittsnote 3,02, das Fach Deutsch liegt mit 2,75 dazwischen. Beim Realschulabschluss (rund 15.000 Schülerinnen und Schüler) liegen die Durchschnittsnoten bei 2,60 in Mathematik, 3,08 in Deutsch und 3,10 in Englisch.
Beim Abitur (rund 8.200 Schülerinnen und Schüler) hat sich der Gesamt-Notendurchschnitt von 2,58 im Jahr 2008 auf jetzt 2,56 verbessert. Die Durchschnittsergebnisse in den Kernfächern Deutsch mit 3,0 und Englisch mit 2,8 entsprechen den Werten des Vorjahres, im Fach Mathematik hat sich die Durchschnittnote leicht auf 2,8 gesteigert. Zentral geprüft wurden außerdem die Leistungskurse in den Fächern Französisch, Spanisch, Dänisch, Latein, Griechisch, Biologie, Physik und Chemie. So ist sichergestellt, dass jede Schülerin und jeder Schüler in mindestens einem Leistungsfach zentral geprüft wird. Die Prüfungen in den übrigen Fächern wurden dezentral abgenommen. Erdsiek-Rave: "Hier hat sich das Verfahren offensichtlich eingespielt - das zeigen vor allem auch die Rückmeldungen der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer."
Dies gelte grundsätzlich auch für die Hauptschul- und Realschulabschlüsse. "Einzelne Verbesserungsvorschläge dazu werden bereits geprüft und so bald wie möglich umgesetzt." Diese bezögen sich vor allem auf die Realschulprüfungen bzw. Hauptschulprüfungen, die an Gymnasien, Realschulen und Gesamtschulen abgelegt werden, um Abgänger ohne Abschluss zu vermeiden. Es gehe unter anderem darum, Ausgrenzungen von Schülern zu vermeiden, Entscheidungsspielräume der Schulen zu erweitern, Prüfungsteile sinnvoller zu gewichten und die Lehrkräfte noch etwas zu entlasten.
Angesichts der vielen zusätzlichen Lehrerstellen im laufenden Jahr und der ebenfalls hohen Bedarfe in anderen Ländern betonte die Ministerin, dass Schleswig-Holstein bei den Lehrereinstellungen an den Gymnasien ebenso wie in den anderen allgemein bildenden Schularten auf einem guten Weg sei. "Nach dem derzeitigen Stand werden wir voraussichtlich alle dauerhaft zu besetzenden Stellen auch besetzen können."
Den Gymnasien stehen allein zum Schuljahr 2009/10 rund 370 zusätzliche Planstellen zur Verfügung. Hinzu kommen etwa 90 Stellen, die wiederbesetzt werden müssen und auch rund 60 befristete Stellen (z.B. Vertretungen für Elternzeit). "Ohne Zweifel ist es zuletzt schwieriger geworden, ausreichend viele geeignete Bewerber zu finden, gerade weil auch andere Bundesländer Lehrerstellen aufgestockt haben. Deshalb haben wir uns frühzeitig Gedanken gemacht und Ideen entwickelt, wie diese Herausforderung zu bewältigen ist", sagte Erdsiek-Rave.
In Schleswig-Holstein haben Referendarinnen und Referendare so bald wie möglich nach ihrem 2. Staatsexamen (Mindestnote befriedigend) ein unbefristetes Einstellungsangebot erhalten. Bei dringend benötigten Fächern wie Mathematik, Physik, Latein, Spanisch und Chemie oder bei schwer zu besetzenden Standorten würden sie bereits zum 1. August 2009 eingestellt, also einen Monat früher als üblich. "Mehrere Referendare und Referendarinnen aus anderen Bundesländern, die zum Teil schon im Mai fertig waren, haben wir bereits im laufenden Schuljahr dauerhaft eingestellt." Insgesamt hätten alle Referendare und Referendarinnen der Gymnasiallaufbahn aus Schleswig-Holstein ein Einstellungsangebot erhalten, wenn sie sich im Land beworben haben. Außerdem sollen 40 der zur Verfügung stehenden Planstellen für die Gymnasial-Laufbahn in 80 Referendarstellen umgewandelt werden. "Das ist vor allem in Hinblick auf die langfristige Sicherung der Unterrichtsversorgung eine richtige und wichtige Entscheidung."
Kiel, 13.07.2009 Die landesweit zentralen Prüfungen zum Abitur sowie erstmals zum Realschul- und zum Hauptschulabschluss sind erfolgreich abgeschlossen. "Das Verfahren funktioniert und die Ergebnisse sind durchweg zufriedenstellend", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (13. Juli) in Kiel. "Anders als in anderen Bundesländern gab es keine Probleme mit Nachbesserungen von Benotungen, vorab bekannt gewordenen Aufgabenstellungen, technischen Pannen oder unlösbaren Aufgaben." Dazu habe auch beigetragen, dass die Aufgaben von Fachkommissionen erarbeitet und vor den Prüfungen auf ihre Eignung mit Schülerinnen und Schülern außerhalb Schleswig-Holsteins getestet wurden.
Sowohl für den Hauptschulabschluss als auch für den Realschulabschluss liegen die Durchschnittsnoten der drei Kernfächer jeweils zwischen 2,5 und 3,1 und damit im erwarteten Bereich, genauso wie der Anteil der nicht mehr ausreichenden Leistungen und der Umfang der Leistungsspitze. "Wir können also von einer gelungenen Premiere sprechen", so die Ministerin weiter. Beim Hauptschulabschluss (rund 13.000 Schülerinnen und Schüler) wurde im Fach Englisch mit 2,5 das beste Landesergebnis erzielt. Im Fach Mathematik beträgt die Durchschnittsnote 3,02, das Fach Deutsch liegt mit 2,75 dazwischen. Beim Realschulabschluss (rund 15.000 Schülerinnen und Schüler) liegen die Durchschnittsnoten bei 2,60 in Mathematik, 3,08 in Deutsch und 3,10 in Englisch.
Beim Abitur (rund 8.200 Schülerinnen und Schüler) hat sich der Gesamt-Notendurchschnitt von 2,58 im Jahr 2008 auf jetzt 2,56 verbessert. Die Durchschnittsergebnisse in den Kernfächern Deutsch mit 3,0 und Englisch mit 2,8 entsprechen den Werten des Vorjahres, im Fach Mathematik hat sich die Durchschnittnote leicht auf 2,8 gesteigert. Zentral geprüft wurden außerdem die Leistungskurse in den Fächern Französisch, Spanisch, Dänisch, Latein, Griechisch, Biologie, Physik und Chemie. So ist sichergestellt, dass jede Schülerin und jeder Schüler in mindestens einem Leistungsfach zentral geprüft wird. Die Prüfungen in den übrigen Fächern wurden dezentral abgenommen. Erdsiek-Rave: "Hier hat sich das Verfahren offensichtlich eingespielt - das zeigen vor allem auch die Rückmeldungen der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer."
Dies gelte grundsätzlich auch für die Hauptschul- und Realschulabschlüsse. "Einzelne Verbesserungsvorschläge dazu werden bereits geprüft und so bald wie möglich umgesetzt." Diese bezögen sich vor allem auf die Realschulprüfungen bzw. Hauptschulprüfungen, die an Gymnasien, Realschulen und Gesamtschulen abgelegt werden, um Abgänger ohne Abschluss zu vermeiden. Es gehe unter anderem darum, Ausgrenzungen von Schülern zu vermeiden, Entscheidungsspielräume der Schulen zu erweitern, Prüfungsteile sinnvoller zu gewichten und die Lehrkräfte noch etwas zu entlasten.
Angesichts der vielen zusätzlichen Lehrerstellen im laufenden Jahr und der ebenfalls hohen Bedarfe in anderen Ländern betonte die Ministerin, dass Schleswig-Holstein bei den Lehrereinstellungen an den Gymnasien ebenso wie in den anderen allgemein bildenden Schularten auf einem guten Weg sei. "Nach dem derzeitigen Stand werden wir voraussichtlich alle dauerhaft zu besetzenden Stellen auch besetzen können."
Den Gymnasien stehen allein zum Schuljahr 2009/10 rund 370 zusätzliche Planstellen zur Verfügung. Hinzu kommen etwa 90 Stellen, die wiederbesetzt werden müssen und auch rund 60 befristete Stellen (z.B. Vertretungen für Elternzeit). "Ohne Zweifel ist es zuletzt schwieriger geworden, ausreichend viele geeignete Bewerber zu finden, gerade weil auch andere Bundesländer Lehrerstellen aufgestockt haben. Deshalb haben wir uns frühzeitig Gedanken gemacht und Ideen entwickelt, wie diese Herausforderung zu bewältigen ist", sagte Erdsiek-Rave.
In Schleswig-Holstein haben Referendarinnen und Referendare so bald wie möglich nach ihrem 2. Staatsexamen (Mindestnote befriedigend) ein unbefristetes Einstellungsangebot erhalten. Bei dringend benötigten Fächern wie Mathematik, Physik, Latein, Spanisch und Chemie oder bei schwer zu besetzenden Standorten würden sie bereits zum 1. August 2009 eingestellt, also einen Monat früher als üblich. "Mehrere Referendare und Referendarinnen aus anderen Bundesländern, die zum Teil schon im Mai fertig waren, haben wir bereits im laufenden Schuljahr dauerhaft eingestellt." Insgesamt hätten alle Referendare und Referendarinnen der Gymnasiallaufbahn aus Schleswig-Holstein ein Einstellungsangebot erhalten, wenn sie sich im Land beworben haben. Außerdem sollen 40 der zur Verfügung stehenden Planstellen für die Gymnasial-Laufbahn in 80 Referendarstellen umgewandelt werden. "Das ist vor allem in Hinblick auf die langfristige Sicherung der Unterrichtsversorgung eine richtige und wichtige Entscheidung."
Anerkennung für hohe Einstellungsquoten in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf, 29.05.2009 Angesichts der bevorstehenden Wahlen werden die schulpolitischen Attacken verbissener und giftiger. Da die Unterrichtsversorgung nicht zufriedenstellend ist, spricht die Opposition vom ´Bruch eines Wahlversprechens´, die verantwortlichen Regierungsparteien kontern mit dem Vorwurf bewusster Täuschung und einer Lügenkampagne.
Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband stellt fest, dass die schwarz-gelbe Landesregierung über die Wiederbesetzung freiwerdender Lehrerstellen hinaus fast 7.000 Lehrerinnen und Lehrer in den zurückliegenden 4 Jahren neu eingestellt hat. Damit ist die Zusage, in der Legislaturperiode 4.000 neue Lehrkräfte einzustellen, bereits jetzt 100 %-ig eingelöst worden. Berücksichtigt man die ´echten´ Neueinstellungen und die trotz rückläufiger Schülerzahlen im System gehaltenen Stellen, so erreicht man eine Größenordnung von ca. 14.500 Lehrerstellen.
"Bei aller Einzelkritik an schulpolitischen Entscheidungen kommt man nicht umhin, auch im Vergleich mit allen anderen Bundesländern die nordrhein-westfälische Einstellungspolitik als vorbildlich zu bezeichnen. Anzuerkennen ist ebenso, dass Nordrhein-Westfalen mit nur zwei weiteren Bundesländern keinen Numerus Clausus für die Lehrerausbildung kennt und mit über 15.000 auszubildenden Lehrerinnen und Lehrern hier größte Anstrengungen unternimmt. Zudem darf man nicht verkennen, dass seit Jahren das Vertretungskontingent an Grundschulen recht beachtlich ist, das Erhalten kleiner Schulen sich sehr stellenintensiv auswirkt und Projekte wie die Ganztagsoffensive, der Ausbau des Englisch-Unterrichts in der Grundschule und die Ausweitung der Stundentafeln für Schülerinnen und Schüler ebenfalls zusätzliche Einstellungskontingente erforderlich machen", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.
Wenn auch die Zahlen für sich sprechen, so braucht nicht verschwiegen zu werden, dass selbst bei einer rechnerischen (!) Deckungsquote von über 100 % damit nicht alle Schulbedarfe erfüllt werden können. Daher müssen kontinuierlich weiterhin hohe Einstellungszahlen im Haushalt festgeschrieben werden, damit an jeder Schule eine auskömmliche Vertretungsreserve vorhanden ist.
Zu bedenken ist auch, dass die Bereitstellung von Lehrerstellen nicht gleichzusetzen ist mit der Besetzung von Lehrerstellen. Insofern trifft es zu, dass Unterrichtsausfall nach wie vor existiert und ein Ärgernis darstellt. In den nächsten Jahren wird die Herausforderung der fachspezifischen Lehrerversorgung eines der größten schulpolitischen Themen darstellen. Gleichermaßen müssen, will man die individuelle Förderung ernst nehmen, die Klassengrößen schnellstmöglich deutlich abgesenkt werden.
Düsseldorf, 29.05.2009 Angesichts der bevorstehenden Wahlen werden die schulpolitischen Attacken verbissener und giftiger. Da die Unterrichtsversorgung nicht zufriedenstellend ist, spricht die Opposition vom ´Bruch eines Wahlversprechens´, die verantwortlichen Regierungsparteien kontern mit dem Vorwurf bewusster Täuschung und einer Lügenkampagne.
Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband stellt fest, dass die schwarz-gelbe Landesregierung über die Wiederbesetzung freiwerdender Lehrerstellen hinaus fast 7.000 Lehrerinnen und Lehrer in den zurückliegenden 4 Jahren neu eingestellt hat. Damit ist die Zusage, in der Legislaturperiode 4.000 neue Lehrkräfte einzustellen, bereits jetzt 100 %-ig eingelöst worden. Berücksichtigt man die ´echten´ Neueinstellungen und die trotz rückläufiger Schülerzahlen im System gehaltenen Stellen, so erreicht man eine Größenordnung von ca. 14.500 Lehrerstellen.
"Bei aller Einzelkritik an schulpolitischen Entscheidungen kommt man nicht umhin, auch im Vergleich mit allen anderen Bundesländern die nordrhein-westfälische Einstellungspolitik als vorbildlich zu bezeichnen. Anzuerkennen ist ebenso, dass Nordrhein-Westfalen mit nur zwei weiteren Bundesländern keinen Numerus Clausus für die Lehrerausbildung kennt und mit über 15.000 auszubildenden Lehrerinnen und Lehrern hier größte Anstrengungen unternimmt. Zudem darf man nicht verkennen, dass seit Jahren das Vertretungskontingent an Grundschulen recht beachtlich ist, das Erhalten kleiner Schulen sich sehr stellenintensiv auswirkt und Projekte wie die Ganztagsoffensive, der Ausbau des Englisch-Unterrichts in der Grundschule und die Ausweitung der Stundentafeln für Schülerinnen und Schüler ebenfalls zusätzliche Einstellungskontingente erforderlich machen", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.
Wenn auch die Zahlen für sich sprechen, so braucht nicht verschwiegen zu werden, dass selbst bei einer rechnerischen (!) Deckungsquote von über 100 % damit nicht alle Schulbedarfe erfüllt werden können. Daher müssen kontinuierlich weiterhin hohe Einstellungszahlen im Haushalt festgeschrieben werden, damit an jeder Schule eine auskömmliche Vertretungsreserve vorhanden ist.
Zu bedenken ist auch, dass die Bereitstellung von Lehrerstellen nicht gleichzusetzen ist mit der Besetzung von Lehrerstellen. Insofern trifft es zu, dass Unterrichtsausfall nach wie vor existiert und ein Ärgernis darstellt. In den nächsten Jahren wird die Herausforderung der fachspezifischen Lehrerversorgung eines der größten schulpolitischen Themen darstellen. Gleichermaßen müssen, will man die individuelle Förderung ernst nehmen, die Klassengrößen schnellstmöglich deutlich abgesenkt werden.
Bewerbungen ab Montag möglich
Hannover, 17.04.2009 Das Land wird für das neue Schuljahr am Montag 2300 Lehrerstellen ausschreiben. Dies teilte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann am Freitag mit. "Diese 2300 Stellen sind ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der Unterrichtsversorgung. Ab Montag können sich die Bewerber eine Woche lang über das Angebot informieren und bis zum 27.04.2009 auf die Stellen bewerben", sagte Heister-Neumann. Einstellungstermin ist der 03.08.2009. Bereits im Februar sind mehr als 1000 neue Lehrer eingestellt worden.
Informationen, welche Fächer an welchen allgemeinbildenden Schulen gesucht werden, stehen ab Montag im Internet unter www.eis-online.niedersachsen.de bereit. Hier können sich ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie Interessenten aus anderen Bereichen bewerben.
Beste Chancen für Quereinsteiger bestehen für Haupt- und Realschulen sowie die entsprechenden Bereiche der Gesamtschulen für die Fächer Französisch, Englisch, Musik, Physik, Chemie und Technik. Regional können auch noch andere Fächer betroffen sein.
An Gymnasien und die entsprechenden Bereiche der Gesamtschulen besteht für die Fächer Latein, Spanisch, Musik, Kunst, Politik, Evangelische Religion, Mathematik, Informatik und Physik eine große Nachfrage, für die auch Berufsfremde in Frage kommen. Diese werden vom Land zusätzlich pädagogisch geschult, um neben der Facherfahrung auch die notwendigen pädagogischen Fähigkeiten erwerben zu können.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressesprecher
Andreas Krischat
Tel.: 0511 / 120 7145
Fax: 0511 / 120 7451
E-Mail: Andreas.Krischat@mk.niedersachsen.de
Hannover, 17.04.2009 Das Land wird für das neue Schuljahr am Montag 2300 Lehrerstellen ausschreiben. Dies teilte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann am Freitag mit. "Diese 2300 Stellen sind ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der Unterrichtsversorgung. Ab Montag können sich die Bewerber eine Woche lang über das Angebot informieren und bis zum 27.04.2009 auf die Stellen bewerben", sagte Heister-Neumann. Einstellungstermin ist der 03.08.2009. Bereits im Februar sind mehr als 1000 neue Lehrer eingestellt worden.
Informationen, welche Fächer an welchen allgemeinbildenden Schulen gesucht werden, stehen ab Montag im Internet unter www.eis-online.niedersachsen.de bereit. Hier können sich ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie Interessenten aus anderen Bereichen bewerben.
Beste Chancen für Quereinsteiger bestehen für Haupt- und Realschulen sowie die entsprechenden Bereiche der Gesamtschulen für die Fächer Französisch, Englisch, Musik, Physik, Chemie und Technik. Regional können auch noch andere Fächer betroffen sein.
An Gymnasien und die entsprechenden Bereiche der Gesamtschulen besteht für die Fächer Latein, Spanisch, Musik, Kunst, Politik, Evangelische Religion, Mathematik, Informatik und Physik eine große Nachfrage, für die auch Berufsfremde in Frage kommen. Diese werden vom Land zusätzlich pädagogisch geschult, um neben der Facherfahrung auch die notwendigen pädagogischen Fähigkeiten erwerben zu können.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressesprecher
Andreas Krischat
Tel.: 0511 / 120 7145
Fax: 0511 / 120 7451
E-Mail: Andreas.Krischat@mk.niedersachsen.de
Artikel:
RP: Ahnen: Unterrichtsversorgung und Personalplanung haben für Landesregierung hohe Priorität
Mainz, 04.03.2009 "Mit einer kontinuierlichen Einstellungspolitik über mehr als zehn Jahre hinweg, der gezielten Schaffung neuer Lehrerplanstellen sowie mit dem frühzeitigen Start von Seiten- und Quereinsteigerprogrammen sichert die Landesregierung die Versorgung der Schulen mit Lehrkräften." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute anlässlich der aktuellen Stunde im Landtag und wies den CDU-Vorwurf einer "falschen und verfehlten Personalpolitik" entschieden zurück.
Unbestreitbar bleibe auch Rheinland-Pfalz nicht verschont von dem bundesweit zu beobachtenden Mangel an Lehrkräften in einzelnen Schularten und einzelnen Fächern, so die Bildungsministerin. Für die berufsbildenden Schulen gebe es beispielsweise zu wenig Fachlehrer für technische Fächer oder für die Gymnasien zu wenig Mathematik- und Naturwissenschaftslehrkräfte. Ein genereller Lehrermangel sei im Land allerdings nicht zu befürchten. Jahr für Jahr seien im Schnitt in den vergangenen Jahren rund 1.500 Personen neu in den Schuldienst des Landes eingestellt worden, betonte Doris Ahnen. Mit rund 41.000 Lehrerinnen und Lehrern seien aktuell fast 5.000 Menschen mehr in den Schulen tätig als zu Beginn des Jahrzehnts. Die Altersstruktur der Lehrerkollegien insgesamt sei im Ländervergleich vergleichsweise günstig, in den Altersgruppen unter 40 Jahren habe Rheinland-Pfalz die höchsten Anteile unter allen Ländern. In besonderen Bedarfsfächern seien seit 2001 insgesamt 1.300 Seiten- und Quereinsteiger für die Schulen gewonnen worden. Dank eines steigenden Stellenwerts von Bildungsberufen und wohl auch dank einer gezielten und differenzierten Werbung für den Lehrerberuf im Land steige die Zahl der Lehramtsstudierenden seit Jahren. "Mit mehr als 16.700 Studierenden in den Lehramtsstudiengängen liegt im zu Ende gehenden Wintersemester diese Zahl um mehr als 80 Prozent über dem Vergleichswert von 2001. Zudem hat die Landesregierung seit 1991 durch die Schaffung von 1.600 neuen Ausbildungsplätzen in Studienseminaren deren Zahl auf rund 2600 gesteigert und baut aktuell die Ausbildungskapazitäten für angehende Gymnasiallehrkräfte um weitere 120 Plätze aus", hielt die Bildungsministerin fest. Die ersten 40 zusätzlichen Seminarplätze stünden ab August im Raum Landau bereit, zwei weitere Seminare in der gleichen Größenordnung im Westerwald und in der Eifel nähmen zu den darauffolgenden Einstellungsterminen die Arbeit auf.
"Auch in Zukunft werden erhebliche Anstrengungen nötig sein, um die Versorgung der Schulen mit Lehrkräften sicherzustellen. Die Landesregierung wird sich dieser Herausforderung stellen", unterstrich Bildungsministerin Ahnen und ergänzte: "Kurzfristige Abwerbeaktionen in anderen Bundesländern machen allerdings keinen Sinn, sind zudem wenig erfolgreich und gehen zu Lasten der Schülerinnen und Schüler."
Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressesprecher
Sabine Lucht
Telefon: 06131-162829
E-Mail: sabine.lucht(at)mbwjk.rlp.de
Wolf-Jürgen Karle
Telefon: 06131-164597
E-Mail: wolf-juergen.karle(at)mbwjk.rlp.de
Pressestelle
Telefax: 06131-162957
E-Mail: presse(at)mbwjk.rlp.de
Unbestreitbar bleibe auch Rheinland-Pfalz nicht verschont von dem bundesweit zu beobachtenden Mangel an Lehrkräften in einzelnen Schularten und einzelnen Fächern, so die Bildungsministerin. Für die berufsbildenden Schulen gebe es beispielsweise zu wenig Fachlehrer für technische Fächer oder für die Gymnasien zu wenig Mathematik- und Naturwissenschaftslehrkräfte. Ein genereller Lehrermangel sei im Land allerdings nicht zu befürchten. Jahr für Jahr seien im Schnitt in den vergangenen Jahren rund 1.500 Personen neu in den Schuldienst des Landes eingestellt worden, betonte Doris Ahnen. Mit rund 41.000 Lehrerinnen und Lehrern seien aktuell fast 5.000 Menschen mehr in den Schulen tätig als zu Beginn des Jahrzehnts. Die Altersstruktur der Lehrerkollegien insgesamt sei im Ländervergleich vergleichsweise günstig, in den Altersgruppen unter 40 Jahren habe Rheinland-Pfalz die höchsten Anteile unter allen Ländern. In besonderen Bedarfsfächern seien seit 2001 insgesamt 1.300 Seiten- und Quereinsteiger für die Schulen gewonnen worden. Dank eines steigenden Stellenwerts von Bildungsberufen und wohl auch dank einer gezielten und differenzierten Werbung für den Lehrerberuf im Land steige die Zahl der Lehramtsstudierenden seit Jahren. "Mit mehr als 16.700 Studierenden in den Lehramtsstudiengängen liegt im zu Ende gehenden Wintersemester diese Zahl um mehr als 80 Prozent über dem Vergleichswert von 2001. Zudem hat die Landesregierung seit 1991 durch die Schaffung von 1.600 neuen Ausbildungsplätzen in Studienseminaren deren Zahl auf rund 2600 gesteigert und baut aktuell die Ausbildungskapazitäten für angehende Gymnasiallehrkräfte um weitere 120 Plätze aus", hielt die Bildungsministerin fest. Die ersten 40 zusätzlichen Seminarplätze stünden ab August im Raum Landau bereit, zwei weitere Seminare in der gleichen Größenordnung im Westerwald und in der Eifel nähmen zu den darauffolgenden Einstellungsterminen die Arbeit auf.
"Auch in Zukunft werden erhebliche Anstrengungen nötig sein, um die Versorgung der Schulen mit Lehrkräften sicherzustellen. Die Landesregierung wird sich dieser Herausforderung stellen", unterstrich Bildungsministerin Ahnen und ergänzte: "Kurzfristige Abwerbeaktionen in anderen Bundesländern machen allerdings keinen Sinn, sind zudem wenig erfolgreich und gehen zu Lasten der Schülerinnen und Schüler."
Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressesprecher
Sabine Lucht
Telefon: 06131-162829
E-Mail: sabine.lucht(at)mbwjk.rlp.de
Wolf-Jürgen Karle
Telefon: 06131-164597
E-Mail: wolf-juergen.karle(at)mbwjk.rlp.de
Pressestelle
Telefax: 06131-162957
E-Mail: presse(at)mbwjk.rlp.de
Philologenverband fordert Eignungsfeststellungsverfahren für angehende Lehrerinnen und Lehrer
Berlin, 24.02.2009 "Es geht nicht darum, genügend Lehrkräfte in Deutschland zu rekrutieren, sondern es geht darum, genügend geeignete für diesen Beruf zu interessieren!", betonte der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger in Berlin. Als Ursachen des massiven Lehrermangels in Deutschland benannte der Verbandschef in erster Linie das von der Politik und einigen Medien mitverschuldete miserable Lehrerimage in Deutschland, welches viele leistungsbereite, hochqualifizierte Abiturientinnen und Abiturienten davon abhalte, diesen Studienweg einzuschlagen. Zum anderen werteten auch fehlende Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten diesen Beruf in den Augen karriereorientierter Jugendlicher ab. Dies führe dazu, dass heute ein Teil der Lehramtsbewerber problematische Eignungsvoraussetzungen für das Lehramt mitbringe, auch wenn dies sicher nicht die Mehrheit sei.
Wörtlich sagte Meidinger: "Die in der Analyse von Prof. Wößmann festgestellten unterdurchschnittlichen Abiturnoten angehender Grund-, Haupt- und Realschullehrer zeigen nicht zuletzt, dass die Meinung bei manchen Studierenden vorherrscht, für das Lehramt brauche man keine besonderen Qualifikationen. Allein das anspruchsvolle und als schwerer geltende Studium der Gymnasiallehrer traut sich offensichtlich nicht jeder zu."
Der Verbandsvorsitzende betonte, dass ein guter Lehrer nur werden könne, wer einerseits für seine Unterrichtsfächer "brenne", der aber andererseits auch kommunikativ, an der Arbeit mit Jugendlichen hochinteressiert und schließlich auch durchsetzungs- und belastungsfähig sei.
Daher trete der Deutsche Philologenverband schon seit längerer Zeit für die Entwicklung von aussagekräftigen, schulartspezifischen Eignungsfeststellungsverfahren für Lehramtsbewerber ein. Aufgrund deren Ergebnisse müssten die Studienaspiranten intensiv beraten und darüber informiert werden, ob sie für den Beruf geeignet sind bzw. welche Stärken und Schwächen sie dafür mitbringen. Dies könne auch die positive Folge haben, dass dem künftigen Lehramtsstudenten klar werde, auf die Ausbildung welcher Kompetenzen er in seinem Studium besonders achten und Wert legen muss und er so sein Studium zielgerichteter anlegen kann.
"Im Endeffekt werden solche Eignungsfeststellungsverfahren nicht nur dazu führen, dass der öffentliche Eindruck, Lehrer könne jeder werden, korrigiert wird, sondern auch dazu, dass das gesellschaftliche Image des Lehrerberufs wieder deutlich steigen wird", sagte Meidinger.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressekontakt:
Eva Hertzfeldt
Pressesprecherin
Tel.030/40 81 67 89
Fax 030/4 081 67 88
Handy: 0172/3 05 08 67
E-Mail: presse@dphv.de
Berlin, 24.02.2009 "Es geht nicht darum, genügend Lehrkräfte in Deutschland zu rekrutieren, sondern es geht darum, genügend geeignete für diesen Beruf zu interessieren!", betonte der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger in Berlin. Als Ursachen des massiven Lehrermangels in Deutschland benannte der Verbandschef in erster Linie das von der Politik und einigen Medien mitverschuldete miserable Lehrerimage in Deutschland, welches viele leistungsbereite, hochqualifizierte Abiturientinnen und Abiturienten davon abhalte, diesen Studienweg einzuschlagen. Zum anderen werteten auch fehlende Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten diesen Beruf in den Augen karriereorientierter Jugendlicher ab. Dies führe dazu, dass heute ein Teil der Lehramtsbewerber problematische Eignungsvoraussetzungen für das Lehramt mitbringe, auch wenn dies sicher nicht die Mehrheit sei.
Wörtlich sagte Meidinger: "Die in der Analyse von Prof. Wößmann festgestellten unterdurchschnittlichen Abiturnoten angehender Grund-, Haupt- und Realschullehrer zeigen nicht zuletzt, dass die Meinung bei manchen Studierenden vorherrscht, für das Lehramt brauche man keine besonderen Qualifikationen. Allein das anspruchsvolle und als schwerer geltende Studium der Gymnasiallehrer traut sich offensichtlich nicht jeder zu."
Der Verbandsvorsitzende betonte, dass ein guter Lehrer nur werden könne, wer einerseits für seine Unterrichtsfächer "brenne", der aber andererseits auch kommunikativ, an der Arbeit mit Jugendlichen hochinteressiert und schließlich auch durchsetzungs- und belastungsfähig sei.
Daher trete der Deutsche Philologenverband schon seit längerer Zeit für die Entwicklung von aussagekräftigen, schulartspezifischen Eignungsfeststellungsverfahren für Lehramtsbewerber ein. Aufgrund deren Ergebnisse müssten die Studienaspiranten intensiv beraten und darüber informiert werden, ob sie für den Beruf geeignet sind bzw. welche Stärken und Schwächen sie dafür mitbringen. Dies könne auch die positive Folge haben, dass dem künftigen Lehramtsstudenten klar werde, auf die Ausbildung welcher Kompetenzen er in seinem Studium besonders achten und Wert legen muss und er so sein Studium zielgerichteter anlegen kann.
"Im Endeffekt werden solche Eignungsfeststellungsverfahren nicht nur dazu führen, dass der öffentliche Eindruck, Lehrer könne jeder werden, korrigiert wird, sondern auch dazu, dass das gesellschaftliche Image des Lehrerberufs wieder deutlich steigen wird", sagte Meidinger.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressekontakt:
Eva Hertzfeldt
Pressesprecherin
Tel.030/40 81 67 89
Fax 030/4 081 67 88
Handy: 0172/3 05 08 67
E-Mail: presse@dphv.de
Artikel:
Sachsen-Anhalt: Olbertz: Abwerbung von Lehrern verweist auf gravierendes Zukunftsproblem - länderübergreifende Eckdaten zur Lehrerbesoldung gefordert
Magdeburg, 23.02.2009 Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz nahm heute Stellung zu den Plakataktionen des Landes Baden-Württemberg im Rahmen einer bundesweiten Werbekampagne, die sich an junge Lehrerinnen und Lehrer richtet.
Einige bevölkerungsstarke Bundesländer haben im Zusammenhang mit dem Doppelabitur in den nächsten drei Jahren einen deutlich erhöhten Bedarf an Lehrkräften, den sie mit eigenen Absolventen nicht abdecken können.
Dem gegenüber gibt es in den neuen Ländern nach wie vor einen demografiebedingten Lehrerüberhang, allerdings verschieben sich darin die Fächer. Das heißt für immer mehr Fächer steigt der Bedarf an Neueinstellungen stetig an. "Spätestens ab Mitte des nächsten Jahrzehnts wird sich die Situation auch bei uns dramatisch zuspitzen", sagte Minister Olbertz. Deshalb habe er das Angebot aus Baden-Württemberg begrüßt, jungen Lehrerinnen und Lehrern aus den neuen Ländern nach drei Jahren problemlos eine Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu ermöglichen, wenn sie dies wünschten. Dies habe Baden-Württemberg inzwischen auch schriftlich zugesichert.
In der gegebenen Situation sei es um so wichtiger, erklärte der Minister, die Absolventinnen und Absolventen in den neuen Ländern zu verbeamten, wie es in Sachsen-Anhalt geschieht. "Gegenwärtig werden im Land jährlich 100 neue Lehrkräfte eingestellt und verbeamtet, ab 2011 werden es jährlich 150 sein. Bei derzeit rund 170 Absolventinnen und Absolventen könnten ab diesem Zeitpunkt über 80% der Absolventen eines Lehramtsstudiums mit einer Festanstellung in ihrem Heimatland rechnen."
Auch die Besoldung werde in den nächsten beiden Jahren auf 100% steigen, sobald der Lehrertarifvertrag zur Arbeitsplatzsicherung ausgelaufen ist und damit Vollbeschäftigung in allen Schulformen eintrete. Zudem erfolge ab 1. Januar 2010 die vollständige Ost-West-Angleichung der Vergütungen für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes, so auch der Lehrerinnen und Lehrer.
Olbertz betonte: "All dies wird aber nicht ausreichen, den Bedarf an hochqualifizierten und -motivierten jungen Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt abzudecken. Deshalb habe ich vor, die Kapazitäten und die qualitativen Ansprüche an die Lehramtsausbildung in den künftigen Zielvereinbarungen, vor allem mit der Martin-Luther-Universität in Halle, verbindlich und mit definiertem Budget zu verankern. Auch die Kapazitäten der Referendarsausbildung sollen in Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren deutlich angehoben werden. Nicht zuletzt werde ich im Rahmen der regelmäßigen Fortschreibung des Personalentwicklungskonzept der Landesregierung die Entwicklung des Lehrkräftebedarfs sorgfältig im Auge behalten."
Die Deckung des Lehrerbedarfs in Deutschland sei auch von hohem gesamtstaatlichen Interesse, so Olbertz. "Dringend notwendig sind daher länderübergreifende Eckdaten zur Lehrervergütung, damit nicht durch die unterschiedliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Länder eine Verzerrung des Wettbewerbs im Bereich der schulischen Allgemeinbildung eintritt." Länderabstimmungen dieser Art stünden für ihn nicht im Widerspruch zur föderalen Eigenständigkeit der Länder, sondern seien "geradezu Gebot eines modernen Föderalismus", so Kultusminister Olbertz.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Referat Presse- und Öffentlichkeitarbeit
Tel 0391 567 3710
E-Mail presse@mk.sachsen-anhalt.de
Turmschanzenstraße 32
39114 Magdeburg
Einige bevölkerungsstarke Bundesländer haben im Zusammenhang mit dem Doppelabitur in den nächsten drei Jahren einen deutlich erhöhten Bedarf an Lehrkräften, den sie mit eigenen Absolventen nicht abdecken können.
Dem gegenüber gibt es in den neuen Ländern nach wie vor einen demografiebedingten Lehrerüberhang, allerdings verschieben sich darin die Fächer. Das heißt für immer mehr Fächer steigt der Bedarf an Neueinstellungen stetig an. "Spätestens ab Mitte des nächsten Jahrzehnts wird sich die Situation auch bei uns dramatisch zuspitzen", sagte Minister Olbertz. Deshalb habe er das Angebot aus Baden-Württemberg begrüßt, jungen Lehrerinnen und Lehrern aus den neuen Ländern nach drei Jahren problemlos eine Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu ermöglichen, wenn sie dies wünschten. Dies habe Baden-Württemberg inzwischen auch schriftlich zugesichert.
In der gegebenen Situation sei es um so wichtiger, erklärte der Minister, die Absolventinnen und Absolventen in den neuen Ländern zu verbeamten, wie es in Sachsen-Anhalt geschieht. "Gegenwärtig werden im Land jährlich 100 neue Lehrkräfte eingestellt und verbeamtet, ab 2011 werden es jährlich 150 sein. Bei derzeit rund 170 Absolventinnen und Absolventen könnten ab diesem Zeitpunkt über 80% der Absolventen eines Lehramtsstudiums mit einer Festanstellung in ihrem Heimatland rechnen."
Auch die Besoldung werde in den nächsten beiden Jahren auf 100% steigen, sobald der Lehrertarifvertrag zur Arbeitsplatzsicherung ausgelaufen ist und damit Vollbeschäftigung in allen Schulformen eintrete. Zudem erfolge ab 1. Januar 2010 die vollständige Ost-West-Angleichung der Vergütungen für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes, so auch der Lehrerinnen und Lehrer.
Olbertz betonte: "All dies wird aber nicht ausreichen, den Bedarf an hochqualifizierten und -motivierten jungen Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt abzudecken. Deshalb habe ich vor, die Kapazitäten und die qualitativen Ansprüche an die Lehramtsausbildung in den künftigen Zielvereinbarungen, vor allem mit der Martin-Luther-Universität in Halle, verbindlich und mit definiertem Budget zu verankern. Auch die Kapazitäten der Referendarsausbildung sollen in Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren deutlich angehoben werden. Nicht zuletzt werde ich im Rahmen der regelmäßigen Fortschreibung des Personalentwicklungskonzept der Landesregierung die Entwicklung des Lehrkräftebedarfs sorgfältig im Auge behalten."
Die Deckung des Lehrerbedarfs in Deutschland sei auch von hohem gesamtstaatlichen Interesse, so Olbertz. "Dringend notwendig sind daher länderübergreifende Eckdaten zur Lehrervergütung, damit nicht durch die unterschiedliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Länder eine Verzerrung des Wettbewerbs im Bereich der schulischen Allgemeinbildung eintritt." Länderabstimmungen dieser Art stünden für ihn nicht im Widerspruch zur föderalen Eigenständigkeit der Länder, sondern seien "geradezu Gebot eines modernen Föderalismus", so Kultusminister Olbertz.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Referat Presse- und Öffentlichkeitarbeit
Tel 0391 567 3710
E-Mail presse@mk.sachsen-anhalt.de
Turmschanzenstraße 32
39114 Magdeburg

