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NRW: Pinkwart zieht positives Zwischenfazit zum Bologna-Check: "Studienbedingungen werden überall verbessert"
Düsseldorf, 01.03.2010 Zufrieden mit den ersten Ergebnissen des Bologna-Checks zeigte sich Innovationsminister Andreas Pinkwart am Montag in Düsseldorf nach einem Treffen mit den Universitätsrektoren: "Die Universitäten haben ihre Anstrengungen intensiviert, die Lehre zu verbessern, wo immer dies sinnvoll und notwendig ist."
Die 14 NRW-Universitäten haben in den vergangenen drei Monaten gemeinsam mit Studierenden, wissenschaftlichem Mittelbau und Professoren die Umsetzung des Bologna-Prozesses für die einzelnen Studiengänge analysiert sowie Änderungsvorschläge diskutiert und begonnen umzusetzen. "Zum Sommersemester werden überall erste Verbesserungen spürbar", sagte Pinkwart, der ergänzte, der Bologna- Check sei keine "einmalige Aktion, sondern Daueraufgabe". Zum Ende des Sommersemesters erwartet das Innovationsministerium den nächsten Bericht der Hochschulen.
In einem Memorandum hatten sich die NRW-Universitäten Ende November zu Bestandsaufnahme und Verbesserungen verpflichtet. Erste Verbesserungen sind bereits in die Wege geleitet: Das Führen von Anwesenheitslisten in Vorlesungen wird an allen Universitäten reduziert.
Acht der 13 Präsenz-Universitäten wollen im bevorstehenden Sommersemester die Prüfungsdichte verringern. Sechs dieser 13 Unis wollen die Stofffülle reduzieren. Bei der Förderung der nationalen und internationalen Mobilität der Studierenden sehen die Hochschulen vor allem während des Bachelors Nachholbedarf.
Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Axel Freimuth sagte: "Die Überprüfung der Studiengänge ist ein großer Erfolg. Ich freue mich über die konstruktive Beteiligung der Studierenden und die gute Zusammenarbeit. Es gibt in allen Studiengängen Verbesserungsvorschläge. Wir sind auf gutem Wege, diese so schnell wie möglich umzusetzen. Erfreulicherweise hat sich auch gezeigt, dass Vieles sehr gut funktioniert."
"Finanziell sind die Hochschulen für die weitere Optimierung der Studienbedingungen gerüstet", sagte Pinkwart. In den kommenden zehn Jahren können die Universitäten 3500 neue Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter einstellen. Dafür ist ein Großteil der Mittel aus dem mit 1,8 Milliarden Euro dotierten Hochschulpakt vorgesehen. Hinzu kommt Geld aus dem Globalbudget der Hochschulen und aus Studienbeiträgen. In den Ziel- und Leistungsvereinbarungen wird das Innovationsministerium den Personalaufwuchs in den kommenden Monaten mit jeder Hochschule fest verabreden. Damit werden auch die Weichen für den doppelten Abiturjahrgang 2013 gestellt, der bis 2017 an die Hochschulen gehen wird.
Die 14 NRW-Universitäten haben in den vergangenen drei Monaten gemeinsam mit Studierenden, wissenschaftlichem Mittelbau und Professoren die Umsetzung des Bologna-Prozesses für die einzelnen Studiengänge analysiert sowie Änderungsvorschläge diskutiert und begonnen umzusetzen. "Zum Sommersemester werden überall erste Verbesserungen spürbar", sagte Pinkwart, der ergänzte, der Bologna- Check sei keine "einmalige Aktion, sondern Daueraufgabe". Zum Ende des Sommersemesters erwartet das Innovationsministerium den nächsten Bericht der Hochschulen.
In einem Memorandum hatten sich die NRW-Universitäten Ende November zu Bestandsaufnahme und Verbesserungen verpflichtet. Erste Verbesserungen sind bereits in die Wege geleitet: Das Führen von Anwesenheitslisten in Vorlesungen wird an allen Universitäten reduziert.
Acht der 13 Präsenz-Universitäten wollen im bevorstehenden Sommersemester die Prüfungsdichte verringern. Sechs dieser 13 Unis wollen die Stofffülle reduzieren. Bei der Förderung der nationalen und internationalen Mobilität der Studierenden sehen die Hochschulen vor allem während des Bachelors Nachholbedarf.
Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Axel Freimuth sagte: "Die Überprüfung der Studiengänge ist ein großer Erfolg. Ich freue mich über die konstruktive Beteiligung der Studierenden und die gute Zusammenarbeit. Es gibt in allen Studiengängen Verbesserungsvorschläge. Wir sind auf gutem Wege, diese so schnell wie möglich umzusetzen. Erfreulicherweise hat sich auch gezeigt, dass Vieles sehr gut funktioniert."
"Finanziell sind die Hochschulen für die weitere Optimierung der Studienbedingungen gerüstet", sagte Pinkwart. In den kommenden zehn Jahren können die Universitäten 3500 neue Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter einstellen. Dafür ist ein Großteil der Mittel aus dem mit 1,8 Milliarden Euro dotierten Hochschulpakt vorgesehen. Hinzu kommt Geld aus dem Globalbudget der Hochschulen und aus Studienbeiträgen. In den Ziel- und Leistungsvereinbarungen wird das Innovationsministerium den Personalaufwuchs in den kommenden Monaten mit jeder Hochschule fest verabreden. Damit werden auch die Weichen für den doppelten Abiturjahrgang 2013 gestellt, der bis 2017 an die Hochschulen gehen wird.
Planungen für doppelten Abiturjahrgang und kommendes Jahrzehnt stehen: "Jeder erhält einen Studienplatz"
Düsseldorf, 19.02.2010 1,8 Milliarden Euro für die Hochschulen, 3500 neue Professuren, 135.000 zusätzliche Quadratmeter Nutzfläche allein durch den Fachhochschulausbau, 8 Milliarden Euro für Hochschulmodernisierung, Bologna-Check für alle Studiengänge - das sind die Eckpfeiler der Planungen, mit denen das Innovationsministerium und die Hochschulen sich auf den doppelten Abiturjahrgang vorbereiten, der 2013 die Schulen verlässt. "Jeder, der studieren möchte und kann, erhält einen Studienplatz", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart am Freitag in Düsseldorf.
Pinkwart geht in seinen Planungen davon aus, dass über das gesamte Jahrzehnt die Studienanfängerzahlen weit über dem Niveau von 2005 liegen. Damals schrieben sich 80.000 Erstsemester an den NRW-Hochschulen ein, im vergangenen Jahr waren es bereits 91.000, und im Jahr 2013 rechnet das Land mit 111.000 Studienanfängern. "Wir freuen uns über jeden, der sich für ein Studium entscheidet und werden beste Studienbedingungen bieten", sagte Pinkwart. Das Innovationsministerium erwartet in den Jahren 2011 bis 2020 insgesamt 140.000 Studienanfänger mehr als wenn die Zahlen auf dem Niveau von 2005 blieben.
Kernpunkte des Masterplans Studium 2020, den die Landesregierung für die kommenden zehn Jahre aufgestellt hat, sind Investitionen in Personal und Hochschulbau, die systematische Prüfung der Umsetzung der Bologna-Reformen und die Verbesserung der Information und Orientierung für Studieninteressierte. Die Hochschulen können in den kommenden Jahren ihr Personal deutlich aufstocken: Bis zu 3500 zusätzliche Professorinnen, Professoren und wissenschaftlich qualifizierte Lehrkräfte können eingestellt werden. Dafür ist ein Großteil der Mittel aus dem 1,8 Milliarden Euro schweren Hochschulpakt vorgesehen. Zum anderen besteht die Möglichkeit, durch Einsatz von Studienbeiträgen die Betreuungsrelation zu verbessern.
Pinkwart informiert in den kommenden Tagen gemeinsam mit Schulministerin Barbara Sommer alle Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen, die im Jahr 2013 das Abitur ablegen werden, über Studienchancen und Orientierungsangebote. Mehr Informationen unter www.innovation.nrw.de
Düsseldorf, 19.02.2010 1,8 Milliarden Euro für die Hochschulen, 3500 neue Professuren, 135.000 zusätzliche Quadratmeter Nutzfläche allein durch den Fachhochschulausbau, 8 Milliarden Euro für Hochschulmodernisierung, Bologna-Check für alle Studiengänge - das sind die Eckpfeiler der Planungen, mit denen das Innovationsministerium und die Hochschulen sich auf den doppelten Abiturjahrgang vorbereiten, der 2013 die Schulen verlässt. "Jeder, der studieren möchte und kann, erhält einen Studienplatz", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart am Freitag in Düsseldorf.
Pinkwart geht in seinen Planungen davon aus, dass über das gesamte Jahrzehnt die Studienanfängerzahlen weit über dem Niveau von 2005 liegen. Damals schrieben sich 80.000 Erstsemester an den NRW-Hochschulen ein, im vergangenen Jahr waren es bereits 91.000, und im Jahr 2013 rechnet das Land mit 111.000 Studienanfängern. "Wir freuen uns über jeden, der sich für ein Studium entscheidet und werden beste Studienbedingungen bieten", sagte Pinkwart. Das Innovationsministerium erwartet in den Jahren 2011 bis 2020 insgesamt 140.000 Studienanfänger mehr als wenn die Zahlen auf dem Niveau von 2005 blieben.
Kernpunkte des Masterplans Studium 2020, den die Landesregierung für die kommenden zehn Jahre aufgestellt hat, sind Investitionen in Personal und Hochschulbau, die systematische Prüfung der Umsetzung der Bologna-Reformen und die Verbesserung der Information und Orientierung für Studieninteressierte. Die Hochschulen können in den kommenden Jahren ihr Personal deutlich aufstocken: Bis zu 3500 zusätzliche Professorinnen, Professoren und wissenschaftlich qualifizierte Lehrkräfte können eingestellt werden. Dafür ist ein Großteil der Mittel aus dem 1,8 Milliarden Euro schweren Hochschulpakt vorgesehen. Zum anderen besteht die Möglichkeit, durch Einsatz von Studienbeiträgen die Betreuungsrelation zu verbessern.
Pinkwart informiert in den kommenden Tagen gemeinsam mit Schulministerin Barbara Sommer alle Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen, die im Jahr 2013 das Abitur ablegen werden, über Studienchancen und Orientierungsangebote. Mehr Informationen unter www.innovation.nrw.de
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Ausgaben der Hochschulen in Baden-Württemberg im Jahr 2008 um knapp 12 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen
Um 50 Prozent höhere Investitionsausgaben als 2007 – Personalausgaben nach wie vor größter Ausgabenposten
Stuttgart, 09.02.2010 Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der jährlichen Hochschulfinanzstatistik feststellt, gaben die 70 Hochschulen in Baden-Württemberg im Jahr 2008 insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro aus. Damit sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr wieder angestiegen und zwar um knapp 284 Millionen Euro bzw. 12 Prozent.
Im Jahr 2007 waren die Ausgaben insgesamt – unter anderem durch eine Abnahme der Investitionsausgaben – um 2,4 Prozent leicht zurückgegangen. Im Jahr 2008 sind die Investitionsausgaben der Hochschulen gegenüber dem Vorjahr um nunmehr 50 Prozent auf 368 Millionen Euro wieder gestiegen und machten damit annähernd 14 Prozent der Ausgaben insgesamt aus.
Die Personalausgaben bilden mit nahezu 1,7 Mrd. Euro (+5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) bzw. 62 Prozent aller Ausgaben nach wie vor den größten Ausgabeposten. Die 9 Universitäten des Landes hatten im Jahr 2008 Gesamtausgaben von gut 1,9 Mrd. Euro, das entspricht allein 73 Prozent der Ausgaben aller Hochschulen.
Stuttgart, 09.02.2010 Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der jährlichen Hochschulfinanzstatistik feststellt, gaben die 70 Hochschulen in Baden-Württemberg im Jahr 2008 insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro aus. Damit sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr wieder angestiegen und zwar um knapp 284 Millionen Euro bzw. 12 Prozent.
Im Jahr 2007 waren die Ausgaben insgesamt – unter anderem durch eine Abnahme der Investitionsausgaben – um 2,4 Prozent leicht zurückgegangen. Im Jahr 2008 sind die Investitionsausgaben der Hochschulen gegenüber dem Vorjahr um nunmehr 50 Prozent auf 368 Millionen Euro wieder gestiegen und machten damit annähernd 14 Prozent der Ausgaben insgesamt aus.
Die Personalausgaben bilden mit nahezu 1,7 Mrd. Euro (+5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) bzw. 62 Prozent aller Ausgaben nach wie vor den größten Ausgabeposten. Die 9 Universitäten des Landes hatten im Jahr 2008 Gesamtausgaben von gut 1,9 Mrd. Euro, das entspricht allein 73 Prozent der Ausgaben aller Hochschulen.
München, 05.02.2010 Im Wintersemester 2008/09 erwarben 1 730 Studierende den Doktortitel Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Wintersemester 2008/09 an den bayerischen Hochschulen 21 300 Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt. – Im Vergleich zum Wintersemester 2007/08 stieg damit die Gesamtzahl der Prüfungen um 3,6 Prozent. – 1 730 Akademikerinnen und Akademiker schlossen ihre Promotion an einer bayerischen Universität erfolgreich ab und erwarben den Doktortitel.
Nach den vorläufigen Ergebnissen der Prüfungsstatistik wurden im Wintersemester 2008/09 an den bayerischen Hochschulen 21 300 Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt (Zahlen gerundet). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren dies 3,6 Prozent mehr als im Wintersemester 2007/08 (20 530 abgeschlossene Prüfungen).
Von den Absolventen erwarben 10 500 einen universitären Abschluss oder einen vergleichbaren akademischen Grad sowie 6 170 ein Fachhochschuldiplom. 2 560 Studierende legten erfolgreich eine Lehramtsprüfung ab, 1 730 Prüflingen wurde ein Doktortitel verliehen. Von allen erfolgreichen Prüfungskandidaten waren rund 50 Prozent Frauen.
Auch im Wintersemester 2008/09 wurden die meisten Abschlüsse (33 Prozent oder 6 970) in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erworben. 43 Prozent dieser Abschlüsse wurden von Fachhochschulen verliehen. Im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften, einer Domäne der Universitäten, wurden 4 390 Prüfungen (21 Prozent) erfolgreich absolviert. 44 Prozent der Abschlüsse in dieser Fächergruppe waren Lehramtsprüfungen.
Auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereiche entfielen 17 Prozent der Abschlüsse. 15 Prozent aller erfolgreichen Hochschulprüfungen wurden in den Ingenieurwissenschaften abgelegt. Dabei waren fast zwei Drittel der Ingenieurabschlüsse Fachhochschuldiplome.
8 Prozent aller Abschlussprüfungen an bayerischen Hochschulen wurden im Bereich Humanmedizin oder Gesundheitswissenschaften erworben. In diesem Bereich wurden 640 Doktortitel verliehen (37 Prozent aller erfolgreichen Promotionen). Daneben erwarben 260 Veterinärmediziner einen universitären Abschluss bzw. promovierten.
Überdurchschnittlich hoch war der Anteil der Absolventinnen bei Lehramtsprüfungen. Hier wurden fast drei Viertel der erfolgreichen Prüfungen von Frauen abgelegt. Im Bereich Kunst und Kunstwissenschaften waren rund zwei Drittel der 580 Prüflinge Frauen. In den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften (37 Prozent) und Ingenieurwissenschaften (18 Prozent) waren Frauen unter den Absolventen nach wie vor unterrepräsentiert.
Nach den vorläufigen Ergebnissen der Prüfungsstatistik wurden im Wintersemester 2008/09 an den bayerischen Hochschulen 21 300 Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt (Zahlen gerundet). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren dies 3,6 Prozent mehr als im Wintersemester 2007/08 (20 530 abgeschlossene Prüfungen).
Von den Absolventen erwarben 10 500 einen universitären Abschluss oder einen vergleichbaren akademischen Grad sowie 6 170 ein Fachhochschuldiplom. 2 560 Studierende legten erfolgreich eine Lehramtsprüfung ab, 1 730 Prüflingen wurde ein Doktortitel verliehen. Von allen erfolgreichen Prüfungskandidaten waren rund 50 Prozent Frauen.
Auch im Wintersemester 2008/09 wurden die meisten Abschlüsse (33 Prozent oder 6 970) in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erworben. 43 Prozent dieser Abschlüsse wurden von Fachhochschulen verliehen. Im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften, einer Domäne der Universitäten, wurden 4 390 Prüfungen (21 Prozent) erfolgreich absolviert. 44 Prozent der Abschlüsse in dieser Fächergruppe waren Lehramtsprüfungen.
Auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereiche entfielen 17 Prozent der Abschlüsse. 15 Prozent aller erfolgreichen Hochschulprüfungen wurden in den Ingenieurwissenschaften abgelegt. Dabei waren fast zwei Drittel der Ingenieurabschlüsse Fachhochschuldiplome.
8 Prozent aller Abschlussprüfungen an bayerischen Hochschulen wurden im Bereich Humanmedizin oder Gesundheitswissenschaften erworben. In diesem Bereich wurden 640 Doktortitel verliehen (37 Prozent aller erfolgreichen Promotionen). Daneben erwarben 260 Veterinärmediziner einen universitären Abschluss bzw. promovierten.
Überdurchschnittlich hoch war der Anteil der Absolventinnen bei Lehramtsprüfungen. Hier wurden fast drei Viertel der erfolgreichen Prüfungen von Frauen abgelegt. Im Bereich Kunst und Kunstwissenschaften waren rund zwei Drittel der 580 Prüflinge Frauen. In den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften (37 Prozent) und Ingenieurwissenschaften (18 Prozent) waren Frauen unter den Absolventen nach wie vor unterrepräsentiert.
Expertenkommission soll Stärken und Schwächen im bestehenden Gesetz untersuchen
Hamburg, 07.12.2009 Die Evaluierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes hat begonnen. Um die Qualität und Effizienz der Hamburger Hochschulen weiter zu optimieren, sollen insbesondere die jüngst eingenommenen Strukturen und Gremien an den Hochschulen untersucht werden. Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach hat dazu eine Kommission einberufen und einen Evaluierungsauftrag erteilt. Senatorin Gundelach und der Vorsitzende der Kommission, Prof. em. Dr. Winfried Schulze von der Ludwig-Maximilians-Universität München, haben heute Inhalt und Kernprozesse der Evaluierung sowie die Kommissionsmitglieder vorgestellt.
Die Evaluation wird sich schwerpunktmäßig mit den Kompetenzen und den Verfahrensregelungen der Hochschulorgane und -gremien beschäftigen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob das Hamburgische Hochschulgesetz Aufgaben und Entscheidungskompetenzen sowie Beteiligung und Informationspflichten zwischen den drei Ebenen Staat, zentrale Hochschulorgane (Hochschulpräsidium, Hochschulrat, Hochschulsenat) und Fakultäten (Dekanate, Fakultätsräte) sachgerecht regelt. Außerdem soll untersucht werden, ob die Aufgaben und Kompetenzen zwischen den Organen und Gremien innerhalb einer Ebene richtig verteilt und organisiert sind.
Die Evaluation orientiert sich an sechs Kernprozessen. Diese sind die strategische Hochschulsteuerung, die Qualitätssicherung in Forschung und Lehre, die Ressourcenallokation, die Organisation des Hochschulbetriebs, die Gewinnung des wissenschaftlichen Personals sowie die Wahl der Leitungsorgane (Hochschulrat, Präsidentin/Präsident und Dekanin/Dekan).
Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: "Das Hamburgische Hochschulgesetz ist in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert und die Hochschulen sind neu strukturiert worden. Die Handhabung der neuen Strukturen hat sich in der Praxis teilweise als problematisch erwiesen und zu berechtigter Kritik geführt. Mit der Evaluierung des Hochschulgesetzes wollen wir diese Kritik aufgreifen und prüfen lassen, wie die Entscheidungsfähigkeit der Hochschulen durch die gesetzlichen Leitungsstrukturen verbessert werden kann. Die Hochschulen sollen dabei ihre Erfahrungen mit einbringen. Aufgabe der Kommission ist es zu ermitteln, welche Folgerungen sich für die Hamburger Hochschulen, für die Behörde und für den Gesetzgeber daraus ergeben, und entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Diese sollen dann als Grundlage für notwendige Gesetzesänderungen dienen."
Prof. em. Dr. Winfried Schulze, Vorsitzender der Evaluierungskommission: "Ganz sicher muss es der Kommission zunächst darauf ankommen, von den Hochschulen genau zu erfahren, welche Erfahrungen mit den einzelnen Bestimmungen des Hamburgischen Hochschulgesetzes gemacht wurden. Die Beurteilung wird sowohl die Stimmigkeit der einzelnen Regelungen als auch ihre jeweilige Bedeutung für das Gesamtkonzept einer autonomen Hochschule berücksichtigen müssen. Natürlich werden wir dabei auch die Entwicklung in anderen Bundesländern vergleichend berücksichtigen."
Die Kommission, die heute erstmals in Hamburg zusammengetreten ist, wurde unter Berücksichtigung verschiedener Parameter besetzt: Erfahrungen in Lehre und Forschung, im Hochschulrecht sowie in der akademischen Selbstverwaltung, Abdeckung möglichst vieler Fachdisziplinen und Genderaspekte. Die Evaluierungskommission ist unabhängig in ihrem Urteil und frei von politischen Vorgaben.
Als Mitglieder der Kommission wurden berufen:
-Herr Prof. em. Dr. Winfried Schulze (Vorsitz), Ludwig-Maximilians-Universität München und ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrates,
-Herr Prof. Dr. Volker Epping, Universität Hannover,
-Frau Prof. Dr. Barbara Kehm, Direktorin des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung der Universität Kassel,
-Herr Prof. em. Dr. Reinhard Kreckel, Direktor des Instituts für Hochschulforschung Halle-Wittenberg,
-Frau Dr. Beate Joachimsen, Freie Universität Berlin,
-Herr Dr. Werner Jubelius, Vizepräsident für Wirtschafts- und Personalverwaltung der Fachhochschule Münster,
-Herr Karsten Gerlof, Kanzler der Hochschule Bremerhaven,
-Herr Senatsdirektor Harald Datzer, Amtsleiter der Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Evaluierung soll bis zur Sommerpause 2010 abgeschlossen sein. Die derzeitige Planung sieht vier bis fünf Sitzungen der Evaluierungskommission vor. Das parlamentarische Verfahren zur Umsetzung der Beschlussempfehlungen soll unmittelbar anschließend beginnen.
Die Evaluierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes zur Mitte der Legislaturperiode ist im Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL festgehalten. Aufgrund aktueller Entwicklungen an der Universität Hamburg wurde vereinbart, die Evaluierung vorzuziehen.
Hamburg, 07.12.2009 Die Evaluierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes hat begonnen. Um die Qualität und Effizienz der Hamburger Hochschulen weiter zu optimieren, sollen insbesondere die jüngst eingenommenen Strukturen und Gremien an den Hochschulen untersucht werden. Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach hat dazu eine Kommission einberufen und einen Evaluierungsauftrag erteilt. Senatorin Gundelach und der Vorsitzende der Kommission, Prof. em. Dr. Winfried Schulze von der Ludwig-Maximilians-Universität München, haben heute Inhalt und Kernprozesse der Evaluierung sowie die Kommissionsmitglieder vorgestellt.
Die Evaluation wird sich schwerpunktmäßig mit den Kompetenzen und den Verfahrensregelungen der Hochschulorgane und -gremien beschäftigen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob das Hamburgische Hochschulgesetz Aufgaben und Entscheidungskompetenzen sowie Beteiligung und Informationspflichten zwischen den drei Ebenen Staat, zentrale Hochschulorgane (Hochschulpräsidium, Hochschulrat, Hochschulsenat) und Fakultäten (Dekanate, Fakultätsräte) sachgerecht regelt. Außerdem soll untersucht werden, ob die Aufgaben und Kompetenzen zwischen den Organen und Gremien innerhalb einer Ebene richtig verteilt und organisiert sind.
Die Evaluation orientiert sich an sechs Kernprozessen. Diese sind die strategische Hochschulsteuerung, die Qualitätssicherung in Forschung und Lehre, die Ressourcenallokation, die Organisation des Hochschulbetriebs, die Gewinnung des wissenschaftlichen Personals sowie die Wahl der Leitungsorgane (Hochschulrat, Präsidentin/Präsident und Dekanin/Dekan).
Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: "Das Hamburgische Hochschulgesetz ist in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert und die Hochschulen sind neu strukturiert worden. Die Handhabung der neuen Strukturen hat sich in der Praxis teilweise als problematisch erwiesen und zu berechtigter Kritik geführt. Mit der Evaluierung des Hochschulgesetzes wollen wir diese Kritik aufgreifen und prüfen lassen, wie die Entscheidungsfähigkeit der Hochschulen durch die gesetzlichen Leitungsstrukturen verbessert werden kann. Die Hochschulen sollen dabei ihre Erfahrungen mit einbringen. Aufgabe der Kommission ist es zu ermitteln, welche Folgerungen sich für die Hamburger Hochschulen, für die Behörde und für den Gesetzgeber daraus ergeben, und entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Diese sollen dann als Grundlage für notwendige Gesetzesänderungen dienen."
Prof. em. Dr. Winfried Schulze, Vorsitzender der Evaluierungskommission: "Ganz sicher muss es der Kommission zunächst darauf ankommen, von den Hochschulen genau zu erfahren, welche Erfahrungen mit den einzelnen Bestimmungen des Hamburgischen Hochschulgesetzes gemacht wurden. Die Beurteilung wird sowohl die Stimmigkeit der einzelnen Regelungen als auch ihre jeweilige Bedeutung für das Gesamtkonzept einer autonomen Hochschule berücksichtigen müssen. Natürlich werden wir dabei auch die Entwicklung in anderen Bundesländern vergleichend berücksichtigen."
Die Kommission, die heute erstmals in Hamburg zusammengetreten ist, wurde unter Berücksichtigung verschiedener Parameter besetzt: Erfahrungen in Lehre und Forschung, im Hochschulrecht sowie in der akademischen Selbstverwaltung, Abdeckung möglichst vieler Fachdisziplinen und Genderaspekte. Die Evaluierungskommission ist unabhängig in ihrem Urteil und frei von politischen Vorgaben.
Als Mitglieder der Kommission wurden berufen:
-Herr Prof. em. Dr. Winfried Schulze (Vorsitz), Ludwig-Maximilians-Universität München und ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrates,
-Herr Prof. Dr. Volker Epping, Universität Hannover,
-Frau Prof. Dr. Barbara Kehm, Direktorin des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung der Universität Kassel,
-Herr Prof. em. Dr. Reinhard Kreckel, Direktor des Instituts für Hochschulforschung Halle-Wittenberg,
-Frau Dr. Beate Joachimsen, Freie Universität Berlin,
-Herr Dr. Werner Jubelius, Vizepräsident für Wirtschafts- und Personalverwaltung der Fachhochschule Münster,
-Herr Karsten Gerlof, Kanzler der Hochschule Bremerhaven,
-Herr Senatsdirektor Harald Datzer, Amtsleiter der Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Evaluierung soll bis zur Sommerpause 2010 abgeschlossen sein. Die derzeitige Planung sieht vier bis fünf Sitzungen der Evaluierungskommission vor. Das parlamentarische Verfahren zur Umsetzung der Beschlussempfehlungen soll unmittelbar anschließend beginnen.
Die Evaluierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes zur Mitte der Legislaturperiode ist im Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL festgehalten. Aufgrund aktueller Entwicklungen an der Universität Hamburg wurde vereinbart, die Evaluierung vorzuziehen.
Halbherzige Anerkennung der Misere reicht nicht aus
München, 27.11.2009 Die GEW Bayern sieht in den Gesprächen zwischen protestierenden StudentInnen und PolitikerInnen bzw. Hochschulleitungen der vergangenen Woche einen wichtigen Zwischenschritt im Kampf um Chancengleichheit und bessere Studienbedingungen.
Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern: " Die Wahrnehmung der Missstände und der Probleme der StudentInnen durch die dafür Verantwortlichen ist eine Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Situation. Jetzt geht es darum, dass den Worten auch Taten folgen. Von einer spürbaren Verbesserung der finanziellen Situation der StudentInnen und der Struktur der einzelnen Studiengänge sind wir leider noch weit entfernt."
Daher unterstützt die GEW die Fortsetzung der Aktionen an den bayerischen Hochschulen und begrüßt die Vernetzung mit anderen (Bundes-)Ländern, insbesondere das internationale Plenum am kommenden Samstag in München.
Neubäcker: "Wir appellieren an die StudentInnen, ihren aktiven Protest so lange wie möglich fortzusetzen und fordern alle gesellschaftlichen Gruppen auf, sich mit den Themen "Chancengleichheit im Bildungswesen" und "Studienbedingungen an den Hochschulen" auseinanderzusetzen und gemeinsam mit StudentInnen und SchülerInnen aktiv für Verbesserungen einzutreten."
München, 27.11.2009 Die GEW Bayern sieht in den Gesprächen zwischen protestierenden StudentInnen und PolitikerInnen bzw. Hochschulleitungen der vergangenen Woche einen wichtigen Zwischenschritt im Kampf um Chancengleichheit und bessere Studienbedingungen.
Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern: " Die Wahrnehmung der Missstände und der Probleme der StudentInnen durch die dafür Verantwortlichen ist eine Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Situation. Jetzt geht es darum, dass den Worten auch Taten folgen. Von einer spürbaren Verbesserung der finanziellen Situation der StudentInnen und der Struktur der einzelnen Studiengänge sind wir leider noch weit entfernt."
Daher unterstützt die GEW die Fortsetzung der Aktionen an den bayerischen Hochschulen und begrüßt die Vernetzung mit anderen (Bundes-)Ländern, insbesondere das internationale Plenum am kommenden Samstag in München.
Neubäcker: "Wir appellieren an die StudentInnen, ihren aktiven Protest so lange wie möglich fortzusetzen und fordern alle gesellschaftlichen Gruppen auf, sich mit den Themen "Chancengleichheit im Bildungswesen" und "Studienbedingungen an den Hochschulen" auseinanderzusetzen und gemeinsam mit StudentInnen und SchülerInnen aktiv für Verbesserungen einzutreten."
GEW solidarisch mit den Studenten-Protest
Hamburg, 13.11.2009 Klaus Bullan, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: "In Hamburg und bundesweit an mehr als 20 Universitäten halten Studierende Hörsäle und andere Universitätsgebäude besetzt.
Das Bildungssystem wird seit Jahren auf finanzielle Rendite getrimmt, Lernen ist zunehmend dem Diktat des Marktes unterworfen, der Zugang zu Hochschulen wird unter anderem durch die Einführung von Studiengebühren wieder zur sozialen Frage. Auch die prekären und mitunter ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnisse von akademischen Nachwuchskräften an Hochschulen sind ein Skandal. Die GEW teilt vor diesem Hintergrund die Kritik der Studierenden an der Ökonomisierung des Bildungssystems, an Master/Bachelor-Studiengängen sowie an undemokratischen Entscheidungsstrukturen innerhalb der Hochschulen und unterstützt ihre Forderungen nach Abschaffung der Studiengebühren und nach einer bedarfsgerechten Finanzierung von Hochschulen. "
Hamburg, 13.11.2009 Klaus Bullan, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: "In Hamburg und bundesweit an mehr als 20 Universitäten halten Studierende Hörsäle und andere Universitätsgebäude besetzt.
Das Bildungssystem wird seit Jahren auf finanzielle Rendite getrimmt, Lernen ist zunehmend dem Diktat des Marktes unterworfen, der Zugang zu Hochschulen wird unter anderem durch die Einführung von Studiengebühren wieder zur sozialen Frage. Auch die prekären und mitunter ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnisse von akademischen Nachwuchskräften an Hochschulen sind ein Skandal. Die GEW teilt vor diesem Hintergrund die Kritik der Studierenden an der Ökonomisierung des Bildungssystems, an Master/Bachelor-Studiengängen sowie an undemokratischen Entscheidungsstrukturen innerhalb der Hochschulen und unterstützt ihre Forderungen nach Abschaffung der Studiengebühren und nach einer bedarfsgerechten Finanzierung von Hochschulen. "
Bonn, 13.11.2009 Anlässlich der Studierendenproteste in Deutschland sagte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel heute in Bonn:
"Es ist richtig, dass die Studierenden sich zu Wort melden und deutlich machen, dass ihre Studienbedingungen besser werden müssen und mehr für ihre soziale Sicherung getan werden muss. Die HRK engagiert sich als Stimme der Hochschulen beständig in diesen Fragen. Die Protestaktionen sind ein deutlicher Indikator dafür, dass politisches Handeln gefordert ist. Wir brauchen mehr Personal in der Lehre, um die Qualität des Studiums zu halten und zu verbessern. Studierendenzentrierte Lehre, wie sie in der Bologna-Reform gemeint ist, erfordert kleinere Seminare, in denen das Gespräch und der Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden möglich ist. Seit langem wissen wir aus Berechnungen des Wissenschaftsrats, dass die Studienreform 15 Prozent mehr finanzielle Mittel für die Lehre erfordert.
Wir sollten durchaus anerkennen, dass die Politik gerade in den letzten Wochen wichtige Voraussetzungen zugunsten der Bildung und damit auch von Verbesserungen der Studienbedingungen geschaffen hat. Aufgrund der Bedeutung und der Größe der Aufgaben muss es jetzt ein gemeinsames nationales Handeln geben.
Es gibt keinen Anlass, die Bologna-Reform in Bausch und Bogen abzulehnen. Wir wissen aus den bisher vorliegenden Studien beispielsweise, dass der Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventinnen und -absolventen sich gut entwickelt. Es besteht kein Anlass für Panikmache, was die beruflichen Perspektiven angeht.
Die Sympathien sind auf Seite der Protestierenden, solange sie vernünftige Formen des Protests wählen und sachlich argumentieren. Frontalangriffe auf die Professorenschaft, ideologisch gefärbte Thesen wie der Vorwurf der Ökonomisierung der Hochschulen dagegen machen unglaubwürdig. Wir wünschen uns einen offenen Dialog in den Hochschulen und in den Foren der HRK. Es gibt unbestritten an etlichen Stellen Nachbesserungsbedarf bei der Studienreform. Das sollten alle Beteiligten gemeinsam angehen."
"Es ist richtig, dass die Studierenden sich zu Wort melden und deutlich machen, dass ihre Studienbedingungen besser werden müssen und mehr für ihre soziale Sicherung getan werden muss. Die HRK engagiert sich als Stimme der Hochschulen beständig in diesen Fragen. Die Protestaktionen sind ein deutlicher Indikator dafür, dass politisches Handeln gefordert ist. Wir brauchen mehr Personal in der Lehre, um die Qualität des Studiums zu halten und zu verbessern. Studierendenzentrierte Lehre, wie sie in der Bologna-Reform gemeint ist, erfordert kleinere Seminare, in denen das Gespräch und der Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden möglich ist. Seit langem wissen wir aus Berechnungen des Wissenschaftsrats, dass die Studienreform 15 Prozent mehr finanzielle Mittel für die Lehre erfordert.
Wir sollten durchaus anerkennen, dass die Politik gerade in den letzten Wochen wichtige Voraussetzungen zugunsten der Bildung und damit auch von Verbesserungen der Studienbedingungen geschaffen hat. Aufgrund der Bedeutung und der Größe der Aufgaben muss es jetzt ein gemeinsames nationales Handeln geben.
Es gibt keinen Anlass, die Bologna-Reform in Bausch und Bogen abzulehnen. Wir wissen aus den bisher vorliegenden Studien beispielsweise, dass der Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventinnen und -absolventen sich gut entwickelt. Es besteht kein Anlass für Panikmache, was die beruflichen Perspektiven angeht.
Die Sympathien sind auf Seite der Protestierenden, solange sie vernünftige Formen des Protests wählen und sachlich argumentieren. Frontalangriffe auf die Professorenschaft, ideologisch gefärbte Thesen wie der Vorwurf der Ökonomisierung der Hochschulen dagegen machen unglaubwürdig. Wir wünschen uns einen offenen Dialog in den Hochschulen und in den Foren der HRK. Es gibt unbestritten an etlichen Stellen Nachbesserungsbedarf bei der Studienreform. Das sollten alle Beteiligten gemeinsam angehen."
Universitäten Duisburg-Essen und Mannheim sowie Hochschule Karlsruhe nominiert
Bonn, 10.11.2009 Die gezielte Werbung um geeignete Studierende wird immer wichtiger. Junge Menschen brauchen Orientierung bei der Frage, ob, was und wo sie studieren wollen. Hochschulen entwickeln klarere Profile und suchen nach Studentinnen und Studenten, die sich für ihre speziellen Angebote begeistern und ihren Anforderungen gerecht werden können.
Der "Preis für Hochschulkommunikation 2009" will die Hochschule auszeichnen, die sich dieser Aufgabe am besten widmet. Die Jury hat nun aus 40 Bewerbungen drei Hochschulen für den Preis für das beste Studierendenmarketing nominiert:
die Universität Duisburg-Essen,
die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft,
die Universität Mannheim.
Die Entscheidung, wer den mit 25.000 € dotierten Preis erhält, wird am 23. November (18:00 Uhr) in Leipzig, dem Vorabend der nächsten HRK Mitgliederversammlung, im Rahmen einer Festveranstaltung bekannt gegeben.
Der Preis wird von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem ZEIT Verlag ausgeschrieben und von der Robert Bosch Stiftung gestiftet. Er wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Zuvor wurden bereits das beste Hochschulmagazin und der beste Internetauftritt ausgezeichnet.
Bonn, 10.11.2009 Die gezielte Werbung um geeignete Studierende wird immer wichtiger. Junge Menschen brauchen Orientierung bei der Frage, ob, was und wo sie studieren wollen. Hochschulen entwickeln klarere Profile und suchen nach Studentinnen und Studenten, die sich für ihre speziellen Angebote begeistern und ihren Anforderungen gerecht werden können.
Der "Preis für Hochschulkommunikation 2009" will die Hochschule auszeichnen, die sich dieser Aufgabe am besten widmet. Die Jury hat nun aus 40 Bewerbungen drei Hochschulen für den Preis für das beste Studierendenmarketing nominiert:
die Universität Duisburg-Essen,
die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft,
die Universität Mannheim.
Die Entscheidung, wer den mit 25.000 € dotierten Preis erhält, wird am 23. November (18:00 Uhr) in Leipzig, dem Vorabend der nächsten HRK Mitgliederversammlung, im Rahmen einer Festveranstaltung bekannt gegeben.
Der Preis wird von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem ZEIT Verlag ausgeschrieben und von der Robert Bosch Stiftung gestiftet. Er wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Zuvor wurden bereits das beste Hochschulmagazin und der beste Internetauftritt ausgezeichnet.
Wiesbaden, 29.10.2009 Ausländische Hochschulen werden bei deutschen Studierenden immer beliebter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Jahr 2007 etwa 90 000 deutsche Studierende an ausländischen Hochschulen eingeschrieben, 8% oder 6 700 Studierende mehr als 2006. Dies ist unter anderem auf einen starken Anstieg der Zahl der deutschen Studierenden in den Niederlanden, in Österreich und in der Schweiz zurückzuführen.
Die Bereitschaft der deutschen Studierenden zu Studienaufhalten im Ausland ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Während 1997 auf 1 000 deutsche Studierende an inländischen Hochschulen noch 27 deutsche Studierende an Hochschulen im Ausland kamen, waren es 2007 bereits 53.
Die drei beliebtesten Zielländer waren 2007 die Niederlande mit 18,3% aller deutschen Studierenden im Ausland, Österreich mit 16,4% und das Vereinigte Königreich mit 12,9%. Es folgten die Schweiz (10,9%), die Vereinigten Staaten (9,9%) und Frankreich (7,5%). Diese sechs Länder zusammen nahmen damit drei Viertel der im Ausland studierenden Deutschen auf.
Die Verteilung der deutschen Studierenden im Ausland nach Fächergruppen unterscheidet sich in den Zielländern erheblich. Zum Beispiel sind in den Niederlanden 47% und im Vereinigten Königreich 46% aller deutschen Studierenden in der Fächergruppe "Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" eingeschrieben, während in Frankreich rund 45% aller deutschen Studierenden in der Fächergruppe "Sprach- und Kulturwissenschaften, Sport" studieren. Ungarn bildet insofern einen Sonderfall, als dort 72% der deutschen Studierenden in "Humanmedizin" immatrikuliert sind.
Aber auch die deutschen Hochschulen sind attraktiv für ausländische Studierende. Während im Wintersemester 1997/98 an deutschen Hochschulen rund 104 000 ausländische Studierende eingeschrieben waren, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben hatten, waren es im Wintersemester 2007/2008 knapp 178 000.
Erstmals wurden Daten über deutsche Absolventen im Ausland erhoben. Die meisten Absolventen verzeichnete im Jahr 2007 das Vereinigte Königreich mit 5 290, gefolgt von den Niederlanden mit 3 390 und der Schweiz mit 1 729.
Weitere Ergebnisse zu deutschen Studierenden an ausländischen Hochschulen enthält die heute veröffentlichte Broschüre "Deutsche Studierende im Ausland - Statistischer Überblick 1997 - 2007". Hierfür hat das Statistische Bundesamt Zahlen über Art und Umfang von Studienaufenthalten deutscher Studierender an Hochschulen im Ausland zusammengestellt. Die Daten stammen aus einer Umfrage von Destatis bei den für Bildungsstatistik zuständigen Institutionen der Zielländer sowie von Eurostat und der UNESCO.
Die Veröffentlichung ist über den Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/publikationen) als PDF-Datei zum kostenlosen Download zu beziehen.
Weitere Auskünfte gibt:
Udo Kleinegees,
Telefon: (0611) 75-2857,
E-Mail: bildungsstatistik@destatis.de
Die Bereitschaft der deutschen Studierenden zu Studienaufhalten im Ausland ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Während 1997 auf 1 000 deutsche Studierende an inländischen Hochschulen noch 27 deutsche Studierende an Hochschulen im Ausland kamen, waren es 2007 bereits 53.
Die drei beliebtesten Zielländer waren 2007 die Niederlande mit 18,3% aller deutschen Studierenden im Ausland, Österreich mit 16,4% und das Vereinigte Königreich mit 12,9%. Es folgten die Schweiz (10,9%), die Vereinigten Staaten (9,9%) und Frankreich (7,5%). Diese sechs Länder zusammen nahmen damit drei Viertel der im Ausland studierenden Deutschen auf.
Die Verteilung der deutschen Studierenden im Ausland nach Fächergruppen unterscheidet sich in den Zielländern erheblich. Zum Beispiel sind in den Niederlanden 47% und im Vereinigten Königreich 46% aller deutschen Studierenden in der Fächergruppe "Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" eingeschrieben, während in Frankreich rund 45% aller deutschen Studierenden in der Fächergruppe "Sprach- und Kulturwissenschaften, Sport" studieren. Ungarn bildet insofern einen Sonderfall, als dort 72% der deutschen Studierenden in "Humanmedizin" immatrikuliert sind.
Aber auch die deutschen Hochschulen sind attraktiv für ausländische Studierende. Während im Wintersemester 1997/98 an deutschen Hochschulen rund 104 000 ausländische Studierende eingeschrieben waren, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben hatten, waren es im Wintersemester 2007/2008 knapp 178 000.
Erstmals wurden Daten über deutsche Absolventen im Ausland erhoben. Die meisten Absolventen verzeichnete im Jahr 2007 das Vereinigte Königreich mit 5 290, gefolgt von den Niederlanden mit 3 390 und der Schweiz mit 1 729.
Weitere Ergebnisse zu deutschen Studierenden an ausländischen Hochschulen enthält die heute veröffentlichte Broschüre "Deutsche Studierende im Ausland - Statistischer Überblick 1997 - 2007". Hierfür hat das Statistische Bundesamt Zahlen über Art und Umfang von Studienaufenthalten deutscher Studierender an Hochschulen im Ausland zusammengestellt. Die Daten stammen aus einer Umfrage von Destatis bei den für Bildungsstatistik zuständigen Institutionen der Zielländer sowie von Eurostat und der UNESCO.
Die Veröffentlichung ist über den Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/publikationen) als PDF-Datei zum kostenlosen Download zu beziehen.
Weitere Auskünfte gibt:
Udo Kleinegees,
Telefon: (0611) 75-2857,
E-Mail: bildungsstatistik@destatis.de

