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Gestaltung des Schulanfangs


Beschreibung:
Johannes Schattner

Gemeinsamer Schulanfang

Seit mehr als einem halben Jahrhundert beschäftigen sich Lehrer, Pädagogen, Psychologen, Kinderärzte bzw. Kinderpsychiater mit unterschiedlichen Konzepten für die Einschulungspraxis. Das Schulreifeproblem konnte nicht befriedigend gelöst werden. Dabei gewinnt der Schulanfang für die Entwicklung des Selbstwertkonzepts und des Selbstwertgefühls bei Grundschülern enorme Bedeutung (25). A. Kern (1) bezog sich auf ein entwicklungs- und reifungsbedingtes Stufenmodell, das einen Entwicklungsschub zum Schulkind um das siebte Lebensjahr annahm. Im Verlauf der sechziger Jahre erfuhr das Schulreifekonstrukt einen grundlegenden Wandel: Hatte man die Bedeutung von Lernvorgängen für die Entwicklung im frühen Kindesalter deutlich unterschätzt, so gewann nun die Auffassung an Gewicht, "zuerst immer nach dem Einfluß von Lernprozessen zu fragen und lediglich den so nicht mehr erklärbaren Rest von Reifung zu verstehen" ( 26). In der verbalen Umschreibung des Problems sprach man nun nicht mehr von Schulreife sondern von Schulfähigkeit. Gültigkeit gewann diese Auffassung durch empirische Bestätigungen, die einen relativ engen Zusammenhang zwischen der visuellen Gliederungsfähigkeit einerseits und der in-tellektuellen Begabung andererseits nachwies. Das diagnostsiche Vorgehen orientierte an einer sogenannten Selektionsstrategie. Mittels festgelegter Kriterien wurde versucht, schulfähige und nichtschulfähige Kinder zu trennen. Die Tests stützten sich fast ausschließlich auf die Erfassung kognitiver Faktoren. Nichtkognitive Faktoren gewannen bei der Beurteilung der Schulfähigkeit gar keine Beachtung mehr. Ihnen kommt aber für den Schulerfolg, wie empirische Untersuchen als auch prakti-sche Erfahrungen zeigen, besonders bei vorzeitig eingeschulten Kindern eine entscheidende Bedeutung zu. Schenk-Danziger erweiterte den Begriff der Schulfähigkeit durch den der "Schulbereitschaft". Die für den Schulerfolg relevanten subjektiven Faktoren, also motivationale und emotionale Aspekte, wollte sie erfassen. Die Begrifflichkeit setzte sich nicht durch. Trotz vielfältiger Ansätze fehlte es noch immer an einer umfassenden und tragfähigen Konzeption. ...

 
Veröffentlicht: 15.12.2006

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